23. „Salone del libro“ in Turin schließt mit Besucherrekord

Am Messe-Eingang in Turin

Gestern ist die größte italienische Buchmesse zu Ende gegangen. Vom 13. bis zum 17. Mai bildete das von Renzo Piano erbaute ehemalige Fiat Gebäude am Lingotto Fiere in Turin einen Treffpunkt für über 1.400 Aussteller und über 315.000 Besucher .

Die Messe stand dieses Jahr unter dem Motto „Erinnerung, erwacht“. Das Rahmenprogramm bildeten rund 1.425 Veranstaltungen mit 2.204 Autoren aus aller Welt – darunter Per-Olov Enquist, Scott Turow und Amélie Nothomb. Den neu ausgelobten Preis „Premio Salone Internazionale del Libro“ ging an den Schriftsteller Amos Oz. Die Messebesucher hatten während der Messe an Monitoren den Preisträger gewählt.

Als Gastland war in diesem Jahr Indien eingeladen, das mit mehreren indischen Verlagen und einem eigenen Kulturzentrum farbenfroh vertreten war. Weitere Highlights waren unter anderem der Bereich „Libro e cioccolato“, wo die Besucher Schokoladen aus dem Piemont probieren konnten und das „Bookstock Village“, das die kleinen Besucher mit Vorlese- und Bastelräumen lockte.

Zum neunten Mal hatte das International Book Forum (IBF) Verlage, Agenten und Vertreter der Filmbranche eingeladen, um Rechte auszutauschen und Geschäfte abzuschließen. Aus Deutschland waren unter anderem der C:H. Beck Verlag, Bastei Lübbe sowie die Verlagsgruppe Random House vertreten.
Auffällig war der deutlich gesteigerte Zuspruch mit 700 Teilnehmern aus 30 Ländern. Gioia Russo von der Frankfurter Buchmesse, zuständig für die Region Südeuropa, vermutet, dass das regere Treiben im IBF damit zu tun hat, dass viele Termine auf der Buchmesse London aufgrund der Aschewolke nicht stattfinden konnten.

Im Allgemeinen zeigten sich die Aussteller zufrieden mit dem Zuspruch der Besucher. Dies bestätigt auch der deutsche Verleger Pierre Horn, der zum ersten Mal auf der Turiner Buchmesse mit seinem Postkartenverlag L’isola di carta vertreten war. „Wir haben viele interessante Gespräche geführt und fühlten uns hier sehr gut aufgehoben.“ Auch Hejo Emons, Verleger von „Emons Audiolibri“, bewertet die Messe positiv: „Endlich ist das Hörbuch auch in Italien angekommen.“

Birke Vöhringer

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