Budapester Buchfestival erfolgreich beendet – besonderes Interesse für Zsuzsa Bánk

Die Organisatoren des Budapester Buchfestivals, das am Sonntag nach vier Messetagen zu Ende ging, konnten sich über eine erheblich gestiegene Besucherzahl freuen. 58.000, 8.000 mehr als im vergangenen Jahr, besuchten die ungarische Buchmesse, die sich mittlerweile zu einem der bedeutendsten kulturellen Ereignisse Ungarns entwickelt hat. 508 Verlage aus 21 Ländern (gegenüber 550 aus 17 Ländern in 2002) zeigten bei dem 2003 zum 10. Mal veranstalteten Festival mehr als 40.000 Titel, darunter 400 ungarische Zeitschriften.

Der deutsche Gemeinschaftsstand, den die Frankfurter Buchmesse organisierte, stieß auf großes Interesse: Täglich nahmen 1.200 Besucher die 1.130 deutschsprachigen Titel von 160 Verlagen in Augenschein. Die gezeigte Kollektion setzte sich aus Belletristik-Titeln, Titeln zu Deutsch als Fremdsprache und den Sozialwissenschaften sowie Kinder- und Jugendbüchern zusammen. Darüber hinaus gab es neben den Schönsten Deutschen Büchern 2002 eine Sonderkollektion zur Globalisierung und von Literatur in preiswerten Ausgaben zu betrachten. Besonderen Anklang beim Publikum fand eine Zusammenstellung von Kinder- und Jugendbüchern. Neun deutsche Verlage waren im Rahmen des deutschen Standes mit einer individuellen Präsentation vertreten.

Auch in diesem Jahr waren viele international bekannte Autoren der Einladung zum Buchfestival gefolgt. Im Rahmenprogramm mit 245 Veranstaltungen stellte u.a. die ungarisch-stämmige deutsche Autorin Zsuzsa Bánk, ihr Roman-Debüt „Der Schwimmer“ (S. Fischer) vor. Weitere Highlights waren ein Festival der Europäischen Erstlingsautoren und die Verleihung des Festivalpreises an den Autor Mario Vargas Llosa. Gastland war in diesem Jahr Frankreich, das sich mit 14 namhaften französischen Schriftstellern und den wichtigsten französischen Verlagen präsentierte.

Das zehnjährige Jubiläum des Buchfestivals nahmen die Organisatoren zum Anlass, die Entwicklung des ungarischen Buch- und Verlagswesens gebührend vorzustellen. Für 2002 verzeichnete der Verband der Ungarischen Buchhändler und Buchverlage ein 17%iges Umsatzwachstum der Branche. Dazu beigetragen hat die Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Imre Kertész im vergangenen Jahr, von dessen Werken in Ungarn insgesamt 450.000 Exemplare verkauft wurden.

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