Die Zukunft des Lernens – der electronic media Schwerpunkt auf der Frankfurter Buchmesse 2002

Mit einem publikumswirksamen Themenschwerpunkt will die Frankfurt Buchmesse verstärkt Besucher in die Halle 1 bringen. “Ziel ist, allen was zu bieten, Ausstellern genauso wie Buchhändlern, Fachbesuchern und Endkunden“, sagt Lorenzo Rudolf, Direktor der Buchmesse.
Seit den ernüchternden Ergebnissen der PISA-Studie wird dieses Thema in Deutschland heftig diskutiert. Dennoch: Die Motivation zum kontinuierlichen Lernen ist in den letzten Jahren ständig gewachsen. Für Buchhändler ist vor allem das Telelearning interessant. Dabei wird am Computer zu Hause im Selbststudium gelernt. Die multimedial gestaltete Inhalte können dabei individuell auf das Lerntempo abgestimmt werden. Man ist zeitlich unabhängig und kann in der Freizeit vom Sprachkurs bis zum Lehrgang für Buchhaltung Wissen aufbauen. Für Kinder und Jugendliche gibt es die Möglichkeit, kostengünstige Nachhilfestunden in Problemfächern über CD-ROM und Internet zu bekommen. Viele der angebotenen Kurse können mit der Möglichkeit aufwarten via Internet richtige Lehrer zu konsultieren, die Aufgaben verbessern und bei der Arbeit zur Seite stehen.
„Die Frankfurter Buchmesse will nun diese Projekte zur Diskussion stellen, Fragen aufwerfen, Diskussionen anzetteln und Antworten geben, wo dieser Markt wirklich steht und was E-Learning bringen kann, hinsichtlich des Lehrmarktes, der neuen Lernformen, der modernen Technologie und des veränderten Zugangs zu Lernmöglichkeiten“, sagt Lorenzo Rudolf. „Sicher ergibt sich im Buchhandel dadurch eine stärkere Beratungssituation, denn ein Großteil der Kurse wird über den Buchhandel vertrieben werden.“
Gegliedert sind die Veranstaltungen in thematische Zusammenhänge, wie Schule und Kindergarten, Arbeitsplatz, Universität und Lernen zu Hause. Zu jedem Thema sind mehrere Veranstaltungen geplant, zusätzlich diverse Produkt- oder Firmenpräsentationen.
In der Electronic Media Halle wird aber auch erstmals das ICICOM, das „international centre for information and content management“, zu finden sein. Geplant sind hierbei Veranstaltungen zur Situation der Bildung in Europa, Asien und den USA im Vergleich sowie das Wissensmanagement in kleinen Verlagshäusern und die Möglichkeiten des E-Publishing für kleinere Verlage.

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