Frankfurt: LiteraturBahnhof im Dom-Museum

Armin Nagel, Jantien Bierich und Lothar Ruske,
im Hintergrund der Dom

Der Verein Kultur & Bahn lädt zum zwölften Mal während der Frankfurter Buchmesse zum LiteraturBahnhof ein. An fünf Tagen werden in 22 Veranstaltungen 24 Stunden Literatur geboten.

Armin Nagel, Vorsitzender von Kultur & Bahn, Organisator Lothar Ruske und Jantien Bierich, Projektleiterin des Ehrengasts, stellten das Programm vor.

„Aufgrund von Umbauarbeiten hat der Frankfurter Hauptbahnhof die Räume kurzfristig abgesagt. Wir sind sehr froh, mit dem Dom-Museum im Herzen der Stadt eine hervorragende Location gefunden zu haben“, erklärte Nagel. Der Name LiteraturBahnhof ist allerdings geblieben – die Marke ist seit vielen Jahren eingeführt.
Im Dom-Museum haben etwa 70 Interessierte Platz.

„Die meisten Autoren aus der Ehrengastregion Flandern und Niederlande sind bei uns zu finden“, erläuterte Ruske. So werde beispielsweise die niederländische Verlegerin Eva Cossée gemeinsam mit ihrer deutschen Kollegin Antje Kunstmann zum Sparda Bank Autorenstammtisch am Mittwoch, 19. Oktober, von 16 Uhr bis 17 Uhr über das Buch Das Feld in der Fremde der niederländischen Autorin Dola de Jong (1911-2003) sprechen. Der Roman ist ein Klassiker im Nachbarland.

Ebenfalls am Mittwoch sind zur Gastlandstunde ab 17.15 Uhr Niña Weijers aus den Niederlanden mit ihrem Roman Die Konsequenzen und der flämische Autor Fikry El Azzouzi mit seinem Buch Wir da draußen im Dom-Museum. Jochen Nix wird die deutsche Fassung lesen, als Dolmetscher konnte Pieter Zandee gewonnen werden, Ruth Fühner moderiert die Veranstaltung.

Etwas Besonderes wird die Leseperformance von Kris van Steenberge aus Flandern am Donnerstag, , 20. Oktober, um 13 Uhr sein. Der Autor stellt seinen Roman Verlangen in deutscher Sprache vor.

Eine Premiere kündigte Lothar Ruske für den Autorenstammtisch ebenfalls am Donnerstag an. Unter dem Titel Fragile stellen Kathrin Röggla, Ruth Schweikert und Antja Rávic Strubel einen Briefwechsel zwischen 28 europäischen Autoren vor, die ihre Meinungen zu aktuellen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Themen austauschen. Im Frühjahr 2017 ist dann auch eine entsprechende Veranstaltungsreihe in den Literaturhäusern geplant. Daniella Baumeister führt das Gespräch.

Zur Gastlandstunde ab 17.15 Uhr am Donnerstag werden Ilja Leonhard Pfeijffer aus den Niederlanden mit seinem Roman Das schönste Mädchen von Genua und seine Kollegin und Landsfrau Bregje Hofstede mit Himmel über Paris erwartet.

Der Autorenstammtisch am Freitag, 21. Oktober, beginnt um 16 Uhr. Karen Nölle wird ihre Anthologie Wär mein Klavier doch ein Pferd präsentieren, als Gast ist die niederländische Kollegin Anneloes Timmerije dabei.
In der sich anschließenden Gastlandstunde wird die niederländische Schriftstellerin Wytske Versteeg über ihren Roman Boy sprechen und Peter Verhelst aus Flandern sein Buch Eine Handvoll Sekunden präsentieren.
Der Autorenstammtisch ist an diesem Tag Kriminalschriftstellern vorbehalten: Ab 16 Uhr werden Doris Gercke, die Erfinderin von Bella Block, mit Wo es wehtut – Ein Milena-Proháska-Krimi und Tatjana Kruse mit Glitzer, Glamour, Wasserleiche das Publikum begeistern.

In der samstäglichen Gastlandstunde geht es um Liebe und die Kunst des Verzehrens: Im Mittelpunkt stehen Gustaaf Peek aus den Niederlanden mit seinem Roman Göttin & Held sowie Yves Petry aus Flandern mit seinem Buch In Paradisum, Ruth Fühner moderiert.

Zweifellos ein Highlight im LiteraturBahnhof-Programm ist die LiteraturLounge am Sonntag, 23. Oktober, um 11 Uhr – sie wird im Vortragssaal des Hauses am Dom stattfinden, weil dort mehr als 200 Zuhörer Platz finden.
Miroslav Nemec wird seinen ersten Krimi, Die Toten von der Falkneralm, im Gespräch mit Ruth Fühner vorstellen.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen, die stets moderiert werden, ist frei. Außerdem gibt es immer einen Büchertisch, den die Bahnhofsbuchhandlung Schmitt & Hahn, mit 175 Jahren die älteste ihrer Art in Deutschland, organisiert.
Einzelheiten zu den Terminen sind unter www.lothar-ruske-pr.de/index.php/literaturbahnhof-2016 nachlesbar.

JF

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