Demonstration und Kundgebung zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung in Frankfurt am Main

Demonstrationszug von der Uni bis zum Römer in Frankfurt

Heute nachmittag setzte sich gegen 14.30 Uhr ein Demonstrationszug vom alten Universitätsgebäude in Frankfurt in Richtung Römerberg in Bewegung. Dort traf man sich gegen 15.30 Uhr zu einer Veranstaltung, die an die Bücherverbrennung vor 75 Jahren an gleicher Stelle erinnerte.

Den Aufruf zu dieser Veranstaltung hatten die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, die Antinazi-Koordination, der AStA der FH Frankfurt, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der DGB (Region Frankfurt-Rhein-Main), die FH Frankfurt, die Frankfurter Buchmesse, der Frankfurter PresseClub, der Hessische Literaturrat, das Hessische Literaturforum, die Jüdische Gemeinde Frankfurt, die Literaturstadt Frankfurt, die Romanfabrik, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) sowie der VS Hessen unterzeichnet.

In ihren Ansprachen wiesen Holger Ehling, Literaturstadt Frankfurt, Rolf Heinemann, VVN-BdA, Horst Koch-Panzner, DGB Frankfurt und Wolfgang Storz, Antinazi-Koordination, auf das erschreckende Ereignis am 10. Mai 1933 und die Folgen zunächst für die Freiheit des Geistes, des Wortes, des Buches und schließlich für Millionen Menschen hin. Heinrich Heines Worte “Das war ein Vorspiel nur. Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“ sind grausame und allbekannte Wahrheit geworden. Michael Hohmann, Romanfabrik, erinnerte mit seinem Programm an die verbrannten Bücher, ihre Autoren und an Zeitzeugen.

An der Stelle, an der im Mai 1933 auf dem Römerberg Bücher brannten, erinnert seit dem 10. Mai 2001 eine Plakette an das unglaubliche Ereignis.

JF

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