Die Mexikaner Juan Pablo Villalobos und Yuri Herrera lasen in Berlin

Thema Lateinamerika im Literaturhaus Berlin. Michi Strausfeld stellte gestern Abend Yuri Herrera und Juan Pablo Villalobos vor; zwei mexikanische Autoren, die in ihren deutschen Debütromanen, die Verhältnisse in ihrer Heimat beschreiben. Ihre Bücher sind bei S. Fischer bzw. im Berenberg Verlag erschienen.

Frank Arnold, Yuri Herrera, Michi
Strausfeld, Juan Pablo Villalobos (v.l.)

Yuri Herrera, Literaturwissenschaftler und Herausgeber der Zeitschrift „el perro“ stellte seinen von Susanne Lange übersetzten Roman Abgesang des Königs vor. Sein zweiter Roman erschien 2010 im Original und wird gerade übersetzt. Juan Pablo Villalobos studierte Marktforschung und Literatur und lebt heute in Barcelona, wo er eine Firma für elektronische Produkte leitet. Sein von Carsten Regling übersetzter Roman Fiesta in der Räuberhöhle erzählt aus der Sicht des 12jährigen Sohnes eines mexikanischen Drogendealers, was es heißt in Reichtum und tiefer Einsamkeit aufzuwachsen.

Beide Autoren lasen im gut besuchten großen Saal des Literaturhauses eine kurze Passage auf Spanisch. Der Schauspieler und Sprecher Frank Arnold begeisterte das Publikum mit seiner Lesung des deutschen Textes.

Der Leiter des Literaturhauses, Ernest Wichner, empfahl die Lektüre beider Bücher. „Sie ergänzen sich, wiewohl sie sehr verschieden sind“, sagte er.

Später am Abend, nachdem die Autoren fleißig signiert hatten, wurden die Gespräche dann bei Wein und Suppe in den Räumen des Berenberg Verlags, nur einen Katzensprung vom Literaturhaus entfernt, fortgesetzt.
ML

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