Ehrengast Frankfurt 2016: Niederländische und flämische Experten zu Gast in Berlin

2016 wird die Literatur aus den Niederlanden und Flandern Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse sein. Aus diesem Anlass trafen sich gestern Nachmittag im Rahmen eines Übersetzungsworkshops im Literarischen Colloquium Berlin deutsche Verleger mit Experten aus dem niederländischen Sprachraum, um über Perspektiven des Verlegens klassischer Literatur zu diskutieren.

Jean-Claude Lin, Leiter des Verlags Freies Geistesleben, gab Einblick in die klassischen Kinder- und Jugendbücher, die er verlegt, bevor Jan Konst, Professor an der Freien Universität Berlin, einen rasantes „Speeddating mit Klassikern aus den Niederlanden und Flandern“ präsentierte. Von J. van Oudshoorn, der in seinem Roman Das Unsagbare zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Berlin-Erfahrungen beschrieb, über Edgar du Perron, der mit Das Land der Herkunft“ die koloniale Vergangenheit der Niederlande beleuchtet bis zu Louis Couperus‘ Roman über Eline Vere. Laut Jan Konst gibt es für das deutsche Publikum noch viele Klassikerzu entdecken, die bisher gar nicht oder schon lange nicht mehr übersetzt wurden.

Neugierig machten auch Mitarbeiter des Nederlands letterenfonds und des Flämischen Literaturfonds, die ihre persönlichen Klassik-Favoriten vorstellten. Zuvor hatten sich siebzehn Literaturübersetzer Niederländisch – Deutsch in einem dreitägigen Workshop über ihre Arbeit ausgetauscht. Moderiert von Rolf Erdorf und Marlene Müller-Haas ging es ebenfalls um klassischer Kinder- und Jugendliteratur sowie um moderne klassische Texte. In diesem Rahmen wurde auch der Else-Otten-Übersetzerpreis an Bettina Bach und Rainer Kersten verliehen page(61050 ).

ml

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