Erlanger Poetenfest wieder mit dem who is who aus der Autorenszene

Man gibt sich selbstbewusst zum 27. Erlanger Poetenfest: „Traditionell läutet das Erlanger Poetenfest – 23. bis 26. August 2007 – den literarischen Herbst in Deutschland ein“, schreiben die Organisatoren in einer Pressemitteilung.

Und werfen mit Namen um sich: „Rund 80 Schriftsteller, Literaturkritiker und Publizisten werden zu Lesungen und Gesprächen in Erlangen erwartet: Georges-Arthur Goldschmidt, Martin Mosebach, Arnold Stadler und Elisabeth Borchers in großen Abendveranstaltungen, nachmittags im Schlossgarten unter anderem Thommie Bayer, Alex Capus, Navid Kermani, Michael Köhlmeier, Peter Kurzeck, Katja Lange-Müller, Michael Lentz, Harald Martenstein, Ulrich Peltzer, Lutz Seiler und Burkhard Spinnen.

Auf dem Jungen Podium: Lesungen und Gespräche für Kinder und Jugendliche. Weitere Programmschwerpunkte sind die Gespräche und Diskussionen zu literarischen, gesellschaftlichen und politischen Themen, die vierte Erlanger Übersetzerwerkstatt, die Verleihung des „Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung“, die Protestliteratur in der DDR und „Die lange Nacht“ mit szenischen Lesungen, Performances, Film und Musik. Zum Abschluss des Poetenfests singen PeterLicht und Band: „Wir werden siegen!“.

Das 27. Erlanger Poetenfest eröffnet am 23. August mit einem Porträt des deutsch-französischen Autors Georges-Arthur Goldschmidt. An diesem Abend erhält der Schriftsteller und Übersetzer von der Kulturstiftung Erlangen außerdem den „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“. Goldschmidt nimmt am 24. August auch an der vierten Erlanger Übersetzerwerkstatt teil, die mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Koran-Übersetzung abschließt. Martin Mosebach, der im Oktober mit dem Georg Büchner-Preis 2007 ausgezeichnet wird, ist das Autorenporträt am 24. August gewidmet.

Arnold Stadler, dessen Roman „Komm, gehen wir“ noch immer in aller Munde ist, kommt am 25. August ins Markgrafentheater. Der Abend des 26. Augusts gehört der Lyrikerin Elisabeth Borchers, die auch als Lektorin und Herausgeberin die deutschsprachige Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt hat.

Unter dem Motto „Literatur aktuell“ werden zahlreiche Neuerscheinungen eines auffallend starken Bücherherbstes 2007 erstmals öffentlich gelesen. Integraler Bestandteil des Erlanger Poetenfests ist die Kinder- und Jugendliteratur: Auf dem Jungen Podium lesen Kinder- und Jugendbuchautoren, hier finden Gespräche über Sprache und Literatur statt. Eine eigens für das Erlanger Poetenfest konzipierte Ausstellung für Kinder und Erwachsene feiert Astrid Lindgrens 100. Geburtstag.

Ein eigener Programmschwerpunkt ist in diesem Jahr der Protestszene der DDR gewidmet.

Die Geschichte als Abenteuer erfreut sich großer Beliebtheit. Die „Nacht des historischen Romans“ lässt sehr unterschiedliche Autoren dieses Genres zu Wort kommen – begleitet von Film- und Videosequenzen.

Von Samstag, 25. auf Sonntag, 26. August findet „Die lange Nacht“ mit Literaturpräsentationen der etwas anderen Art statt: eine avantgardistische Märchenstunde mit Martin Mosebachs „Rotkäppchen und der Wolf“, ein Dokumentarfilm über Hilde Domin, ein Abend über den unbekannten Wilhelm Busch, flanzendörfers „eisenschnäbelige krähe“, Lieder und Leseperformances von und mit Jörg Albrecht und Jan Böttcher.

Zum Abschluss des 27. Erlanger Poetenfests singt PeterLicht mit seiner Band am 26. August um 22 Uhr in den Glocken-Lichtspielen „Lieder vom Ende des Kapitalismus“.

Moderatoren des 27. Erlanger Poetenfests: Maike Albath, Verena Auffermann, Michael Braun, Friedrich Dieckmann, Rolf-Bernhard Essig, Holger Helbig, Herbert Heinzelmann, Dirk Kruse, Adrian La Salvia, Michael Maar, Wilfried F. Schoeller, Hajo Steinert, Florian Felix Weyh und Gerhard Wolf.

Das Programm des 27. Erlanger Poetenfests wäre in seiner Qualität nicht realisierbar, wenn nicht die Firma AREVA NP als Hauptsponsor das Erlanger Poetenfest mittragen würde. Mit der Unterstützung des Poetenfests bringt AREVA NP seine Verbundenheit mit dem Standort Erlangen zum Ausdruck.“

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