Ernst Piper stellte in Berlin seine „Kurze Geschichte des Nationalsozialismus“ vor

Ernst Piper, Günter Berg

Am 15. November erscheint im Verlag Hoffman und Campe eine „Kurze Geschichte des Nationalsozialismus“ von Ernst Piper. Heute stellte er das Buch gemeinsam mit seinem Verleger Günter Berg im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin vor.

Die Idee zu einer kurzen, klaren Geschichte des Nationalsozialismus hatte Günter Berg, der in Ernst Piper einen kompetenten Autor fand. Das Thema Nationalsozialismus beschäftigt den Historiker und Privatdozenten der Universität Potsdam schon lange, doch dieses Mal stand er vor einer besonderen Herausforderung. Er musste sein Wissen, das er sich in 40 Jahren angeeignet hat, in konziser Form aufschreiben. Ein Jahr lang hat er recherchiert, ausgefiltert und zusammengefasst. Nun liegt das Ergebnis vor und es kann sich sehen lassen. In fünf Kapiteln beleuchtet Piper die Geschichte von der Gründung der DAP im Jahr 1919 bis zur Klärung der Schuldfrage von 1945 bis heute. Ergänzt wird der Text durch eine ausführliche Zeittafel und Hinweise für die weitere Lektüre.

Seine Perspektive auf die Zeit des Nationalsozialismus bringt Piper mit einem Zitat von Raul Hilberg auf den Punkt, der über die Vernichtung der europäischen Juden schrieb: „Geschichte lässt sich nicht ungeschehen machen, erst recht nicht die Geschichte dieses Ereignisses, das im Zentrum einer Erschütterung stand, die die Welt verändert hat. Diese Vergangenheit nicht zu kennen heißt, sich selbst nicht zu kennen.“

Mit dem Buch, das sich an Leser aller Altersgruppen, vor allem aber auch an Schülerinnen und Schüler richtet, wolle er erreichen, dass das Dritte Reich nicht mit den Augen von Albert Speer, sondern mit den Augen von Petr Ginz gesehen werde, sagte Piper. Dessen Prager Tagebuch, das im Berlin Verlag erschienen ist, empfahl er als „eine erhellende Lektüre“.

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