EU-Parlamentspräsident Martin Schulz: Verlage sollen in der Urheberrechtsdiskussion mehr in die Offensive gehen

VEB traf Martin Schulz (rechts)

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, rief bei einem Treffen in Brüssel den Vorstand der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger (VEB) zu noch mehr Engagement im derzeitigen Urheberrechtsstreit auf. Es müsse die Bedeutung der Verlage für die Buchproduktion stärker herausgestellt werden.

Schulz, selbst gelernter Buchhändler und auch in Verlagen tätig, warb dafür, auf die Abgeordneten des deutschen Parlaments zuzugehen und sie in die Diskussion um Urheberrecht und die Verwertungsgesellschaft Wort mit hinein zu nehmen. Grundsätzlich sieht Schulz „eine große Gefahr in der Digitalisierung und dem Vordringen der Internetgesellschaften in den Kreativbereich in einer Totalität, die noch nicht gesehen wurde“, auch wenn er „für die Jungs der Internetgesellschaften zu den Dinosauriern gehöre, die weg müssten“.

Gleichzeitig unterstrich Schulz sein Engagement zur Buchpreisbindung. Unter EU-Ratspräsident Junker und ihm werde es keine Aufhebung der Buchpreisbindung geben, sicherte er dem VEB-Vorsitzenden Detlef Holtgrefe zu, der vor allem seine Sorge über die rechtsunsichere Situation im Urheberrecht äußerte und hier ebenfalls auf die Position des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verwies: Verleger seien auch Rechteinhaber, die auf Grundlage von vertraglich eingeräumten Rechten tätig werden und darum auch geschützt werden müssten.

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