Expertentagung zum Kauf und Verkauf von Buchhandlungen und Verlagen mit zentralen Themen begonnen

Expertentagung Kauf und Verkauf von
Buchhandlungen und Verlagen

Mit zwei zentralen Themen hat heute die 2. Expertentagung Kauf und Verkauf von Buchhandlungen und Verlagen begonnen [mehr…], [mehr…]. Veranstaltet von der Akademie des Deutschen Buchhandels und der Rechtsabteilung des Börsenvereins begüßten heute Dr. Matthias Lausen, Geschäftsführer am Institut für Urheber- und Medienrecht und Justitiar Dr. Christian Sprang die Teilnehmer.

Britta Becker vom Warburg Bankhaus stellte die Finanzierungsmöglichkeiten eines Unternehmenskaufes oder -verkaufes vor. Nach ihren Erfahrungen dauert die Abwicklung einer Unternehmenstransaktion durchschnittlich sechs Monate. Dabei riet sie, möglichst früh die Banken in die Gespräche einzubinden. „Die Finanzierungsarten haben Auswirkungen aus die Gestaltung der Verträge. Denn sie bestimmen das Steueraufkommen und damit die Ertragsrechnung“, sagte sie. Dabei könne die Finanzierungsform auch die neuen Unternehmensform beeinflussen, so die Hamburgerin.

Regine Funke-Lachowski, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin bei honer + partner in München, bestätigte den Zeitraum, den eine Bewertung für ein Unternehmen braucht. Sie stellte Methoden zur Wertfindung eines Unternehmens vor. Dabei wies sie darauf hin, dass der Wert eines Unternehmens nie gleich der Preis ist, den es beim Kauf oder Verkauf erzielt. „Der ist, was am Markt durchsetzbar ist“, sagt sie. Dabei gäbe es viele Faktoren zu berücksichtigen.

Die für kleine und mittlere Unternehmen zu empfehlende Methode der Bewertung sei die Ertragswertmethode, empfahl Funke-Lachowski. Zu ihr gehöre, dass auf drei bis fünf Jahre die zukünftigen Erträge ermittelt werden „Bei Buchhandlungen und Verlagen seien häufig die Lager ein großes Problem in der Bewertung“, sagte sie. Diese würden oft sehr niedrig angesetzt.

In der anschließenden Diskussion stellte sich heraus, dass vor allem Verlagsrechte schwierig zu bewerten sind. Diese müssten jedes für sich bewertet werden, was den Prozess eines Verlagskaufs oder –verkaufs oft in die Länge zöge, so Funke-Lachowski. Und kam zum Schluss: Jeder Preis sei letztlich subjektiv, aber müsse eine Basis im Zahlenwerk haben.

Im Laufe der Tagung sollen noch Fragen zur rechtlichen Bewertung eines Unternehmens, das Arbeitsrecht, das Erb- und Steuerrecht geklärt werden und Erfahrungsberichte folgen.

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