Fünfter Buchhändlertreff des RWS-Verlags erfolgreich beendet – Schwerpunktthema: Insolvenzrecht

Der Kölner RWS-Verlag hatte geladen, zum fünften Mal, und aus allen Ecken Deutschlands waren Buchhändler der Einladung gefolgt: Der RWS-Buchhändlertreff bot am vergangenen Freitag die bereits erfolgreich erprobte Mischung aus Fachlichem und Persönlichem, so dass alle Erwartungen zufrieden gestellt werden konnten.

Der Tag begann mit dem Vortrag des Insolvenzrechtlers Dr. Dietmar Rendels, der seine Ausführungen zum sogenannten „ESUG“, dem „Gesetz zur weiteren Erleichterung von Unternehmen“ mit vielen Anmerkungen versah, die den anwesenden Buchhändlern verdeutlichten, welchen Nutzen sie aus der Novellierung des Insolvenzrechtes ziehen können.

So wies Rendels darauf hin, dass Insolvenzrecht künftig ein Thema für Juristen und BWL’ler sei, und darüber hinaus hier zum ersten Mal Insolvenzrecht und Gesellschaftsrecht hart aufeinander treffen. Literatur zum Thema Insolvenz hat also künftig eine stark erweiterte Zielgruppe, eine Tatsache, die Handel in die Karten spielt.
Darüber hinaus hat der Gesetzgeber, so Rendels, eine Fortbildungspflicht für Richter ins Gesetz geschrieben, da diese künftig erweiterte Kompetenzen und Pflichten bei der Entscheidung in Sachen Insolvenz besitzen werden. Auch hier liegt Potenzial für den Handel, sowohl bei den einzelnen Richtern als auch bei der Ausstattung von Gerichtsbibliotheken.

Ebenso für Informationsbedarf dürfte der künftig sehr viel härtere Wettbewerb zwischen den Beratern (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer etc.) sorgen, die alle von der Gesetzesnovellierung profitieren möchten.

Rendels machte den anwesenden Buchhändlern immer wieder deutlich, dass aus seiner Sicht als Jurist der Bedarf an Literatur zu diesem speziellen Thema enorm wachsen wird, was für zufriedene Gesichter sorgte. All das wird sich vorerst weiter vor allem in Printform abspielen. Auf die Frage nach dem Angebot als eBook waren sowohl Verlagsleiterin Katja Schwind als auch Programmleiter Markus Sauerwald recht vorsichtig. Die elektronische Informationsversorgung im RWS-Bereich, so waren sie sich einig, spielt sich nach wie vor eher im Bereich der Datenbanken ab. E-Book-Ausgaben juristischer Fachbücher hingegen seien derzeit kein Produkt, was am Markt stark verlangt werde.

Nach dem Vortrag und einer intensiven Diskussion zwischen Verlagsmitarbeitern, Rendels und den Buchhändlern ging es zum gesellschaftlichen Teil, der nach einer informativen Stadtführung durchs Kölner Eigelstein-Viertel im Brauhaus endete und dort mit Kölsch und herzhaftem Essen einen guten Ausklang fand.

Die Chancen auf einen sechsten RWS-Buchhändlertreff im kommenden Jahr dürften gut stehen und der größte Teil der Anwesenden wäre sicherlich wieder dabei.

Carsten Tergast

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