„Hauen & Stechen“ heute: Wo liegt die Zukunft für unsere Branche?

Mit 100 Teilnehmern hatte der Landesverband NRW für die zweite Auflage von Hauen & Stechen gerechnet. weit mehr, um die 150 Gäste, waren heute nach Düsseldorf

Zum Download durch Klick auf das Bild von der Veranstaltung

gekommen, um sich wieder wie im Vorjahr im Düsseldorfer Congress Center über Strategien und Visionen für die Branchenzukunft zu streiten.

Die Veranstaltung läuft noch – und diesmal muss man der von Helena Bommersheim sachkundig und von Gabriele Schink und Susanne Meinel glänzend vorbereiteten Veranstaltung bescheinigen, dass das Konzept gereift ist:

Man hatte im Vorfeld in verschiedenen Städten in Arbeitsgruppen Workshops durchgeführt, deren Ergebnisse heute präsentiert wurden – und die zum Teil hoch spannenden Ergebnisse auf Fragen wie: „Wie erreichen wir unsere Zielgruppen?“, „Stärker durch Kooperation. Zukunftsfähige Modelle für unabhängige Buchhandlungen?“ wurden heute in Düsseldorf diskutiert.

Was zum Teil mehr als nachdenklich machte – etwa, wenn Christine Kiesecker deutlich sagte: „Nur wer sich zusammentut, bleibt stark“ – und damit meinte „wird überleben.“ Oder wenn Marc O. Szodruch zeigte, wie nötig unsere Branche eine gute Imagewerbung hat (der wievielte Anlauf würde das? – Dieses Mal könnte es, auch das zeigt die heutige Veranstaltung, durchaus klappen.

Erstes Fazit: Wer diese Veranstaltung verpasst hat, soll sich ärgern – er ist um jede Menge Denkanstöße ärmer. Aber wer neugierig geworden ist: Die wichtigsten Beiträge stehen ab morgen im Internet zum Download bereit – siehe unten.

Zweites Fazit: Die Diskussionen auch zwischendurch (Dr. Heinz Gollhardt: „Eigentlich

Helena Bommersheim, Marc O. Szodruch und Dr. Frank Antwerpes

braucht die Branche auch eine Marketingkampagne nach innen“. Er meint damit, wir sollten unsere Läden mal kritisch mit den Augen der Kunden ansehen). Oder die deutlichen Mahnungen von Dr. Frank Antwerpes (DocCheckMedical Services), dass das Buch aus seiner Sicht fast ausgedient habe („zu dick, zu träge, zu teuer – Inhalte kann das Internet besser…“). Man kann drüber lächeln, oder sie ernst nehmen und zum Anlass zum Nachdenken nehmen. Oder man kann sich fragen, wie Rudolf Frankl (dtv), ob „Unabhängigkeit an sich ein Wert ist, und ob die Bündelung von vielen kleinen existenzbedrohten Firmen automatisch eine schlagkräftige Einheit bildet.“

Wer auf diese Fragen weiter Lust hat, der sollte dann den nächsten Event schon gar nicht verpassen: Das BuchMarktForum am 24. September 2007 in Salzburg www.buchmarktforum.de.

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