Leben einzeln und frei – Hommage an Năzım Hikmet

Anka Hirsch, Elvira Plenar, Meike Goosmann,
Tülay Yongaci und Ursula Illert (v.l.)

Viel Beifall erhielten das Trio Lézarde (Anka Hirsch, Cello und E-Cello; Elvira Plenar, Klavier; Meike Goosmann, Saxophon und Klarinette), Tülay Yongaci und Ursula Illert für ihr gestern in der Romanfabrik in Frankfurt erstmals aufgeführtes Năzım Hikmet-Programm.

Rhythmen in Musik und Sprache begleiteten das aufmerksame Publikum in die Heimat des großen Dichters, erzählten von seinem schwierigen Leben, von Gefängnis und Hungerstreik. Aber musikalisch und lyrisch wurden auch die Schönheit des Lebens, die Unendlichkeit des Meeres, die Sehnsucht nach der Geliebten deutlich. So entführten die Musikerinnen und Sprecherinnen bzw. Sängerinnen in das quirlige Istanbul, an sanfte Meeresufer, in eine Zelle, vor den Gitterstäben – unerreichbar für den Gefangenen – zwitschern die Vögel. Die Lesung und der Gesang im Wechsel zwischen türkischem Original und deutscher Übersetzung schufen zusätzlich eine ganz besondere Atmosphäre. Für die Auswahl der Texte und die Dramaturgie zeichnete Ursula Illert verantwortlich.

Eine gelungene Premiere, der hoffentlich noch viele Vorstellungen folgen werden.

Bücher von Năzım Hikmet sind in Deutschland vor allem im Dağyeli Verlag Berlin erschienen, in der Bibliothek Suhrkamp wurde in diesem Jahr „Die Romantiker“ veröffentlicht.

JF

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