Leipziger Hörspielsommer zwischen Sonnenschein und Regen

Auf der Wiese war die Atmosphäre eben doch besser
als im Hörsaal

Mit dem Hörspiel „Der Besuch des Leibarztes“ von Per Olov Enquist (NDR/SWR) ging gestern Abend der 7. Leipziger Hörspielsommer zu Ende. Zehn Tage lang brachte Deutschlands größtes Festival für Hörspielfreunde im Leipziger Stadtpark über 70 Produktionen von Verlagen und Rundfunkanstalten zu Gehör.

Während nachmittags mit Hörspielen von „Betti Kettenhemd“ (MDR) über „Hechtsommer“ (DHV/Hanser Verlag) bis „Die kleine Klokröte“ (SWR) die Kinder auf ihre Kosten kamen, gehörten die Abende den Erwachsenen. Den Beginn machte am 3. Juli ein satirischer Abend mit „10 Quickies für ein Land mit rückläufiger Geburtenrate“ (Henschel Verlag/RBB). Es folgten Themenabende zur Finanzkrise, zum Schachspiel oder aus dem Wilden Westen.

„Der Auftakt war dieses Jahr ganz wunderbar“, erzählt Hörspielsommer-Initiatorin Sophia Littkopf. „Danach hat sich das Wetter leider gegen uns gewendet.“ Zweimal wurde die Open-

Das Team des Hörspielsommers mit Initiatorin Sophia
Littkopf (vorne, 2. v.l.)

Air-Veranstaltung in die Räume des benachbarten Unicampus verlegt. „Aber auf der Wiese ist die Atmosphäre eben doch besser als in einem Hörsaal“, sagt Littkopf. Deshalb versuchten die Organisatoren, den Hörspielsommer mit einem großen Zelt und einem Isomattenverleih nieselregentauglich zu machen.

Bei rund 2.000 Zuhörern in zehn Tagen zogen die Veranstalter dennoch ein positives Resümee. „Das Wetter war traurig, aber wir sind trotzdem zufrieden“, fasst Littkopf zusammen. „Auf das größte Interesse stießen der Krimiabend, der Themenabend zu 20 Jahren Mauerfall und der Themenabend ‚Der tolle Mensch’.“

Den Leipziger Hörspielsommer findet seit 2003 alljährlich im Juli statt. Er wird ehrenamtlich vom Hörspielsommer e.V. organisiert und u.a. von der Leipziger Buchmesse und der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

BX

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