Marcel Möring las mit Burkhart Klaußner in der Niederländischen Botschaft

Marcel Möring und sein Verleger Georg Reuchlein (v. l.)

Eine beeindruckende Lesung gestern Abend in Berlin. Der niederländische Autor Marcel Möring (Foto) stellte gemeinsam mit dem Schauspieler Burkhart Klaußner seinen neuen Roman „Der nächtige Ort“ (Luchterhand) in der Botschaft der Niederlande vor.

Das imposante Gebäude des niederländischen Architekten Rem Koolhaas, direkt am Ufer des Spreekanals, bot eine schöne Kulisse für die Veranstaltung.

Marcel Möhring gilt als einer der bedeutendsten niederländischen Schriftsteller der Gegenwart. Das Original von „Der nächtige Ort“ wurde nach seinem Erscheinen 2006 in den Niederlanden zum besten Roman des Jahres gekürt. Im Mittelpunkt steht Jakob Noach, der als einziger seiner Familie den Holocaust überlebte. Doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los.

Von Erinnerungszwang, wie ihn viele Juden hätten, sprach Marcel Möring, als er im Gespräch mit Gabriele von Arnim von der schmerzhaften Arbeit an seinem neuen Roman erzählte. Neun Jahre habe er zum Schreiben gebraucht. Möring, Jahrgang 1957, ist selbst in Assen aufgewachsen, der Kleinstadt, in der die Handlung des Romans angesiedelt ist, und er hat eigene Beobachtungen und Erinnerungen verarbeitet.

Marcel Möring, der perfekt Deutsch spricht, las gestern Abend auf Niederländisch. Mit seiner eindrucksvollen Stimme zog auch Burkhart Klaußner das Publikum in seinen Bann. Ein großer Auftritt, der neugierig auf Mörings Opus Magnum machte.

ML

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