»Mit Online endlich Geld verdienen« – Anregungen von der 3. Online-Sales-Conference in München

Gespräche bei der 3. Online-Sales-Conference

Luis Hanemann, Marc Bürkle, Marc Hoenke und Hendrik Adam machten gestern im Rahmen der 3. Online-Sales-Conference des BuchMarktFORUM in München auf ihre spezifische Weise klar, wie man die ewige Kernaufgabe heute besser bewältigen kann: Kundenorientierung.

Für Buchverlage bedeute das: Es reicht nicht mehr, mit dem Handel zusammenzuarbeiten – die Kommunikation muss mit dem Endkunden stattfinden. Susanne Lange Wissinger (SLW Consult), Jutta Hamberger und Dr. Andreas Meyer (Verlagsconsult) sowie Arnd Roszinsky-Terjung (Buchconsult) hatten das BuchMarktFORUM konzipiert und moderierten die lebendige Tagung abwechselnd.Knapp 50 Teilnehmer aus der Branche konnten die neuen Wege kennenlernen, wie man mit der eigentlich nicht neuen Aufgabe umgehen sollte.

»Nur wenn Verlage ihre Kunden wirklich kennen, können sie gemeinsam mit dem Handel intelligente Wertschöpfungskonzepte entwickeln.«
Luis Hanemann (Trust Agents Internet GmbH, Berlin; Gründer & Partner, [mehr…])

»Setzen Sie die Konsumentenbrille auf! Die Kunden gehen nicht online, sie sind online.«
Marc Bürkle, (Commerce Connector GmbH, Stuttgart; Geschäftsführer)

»Die digitale Vernetzung mit dem Leser ist erfolgsentscheidend für Buchverlage.«
Marc Hoenke (Salesforce.com Germany GmbH, München; Director Product Marketing Central Europe)

»Kennen Sie Ihren Kunden.«
Hendrik Adam (die.interaktiven GmbH & Co. KG, Agentur für digitale Unternehmenskommunikation und agiles Business, Wetzlar; Gründer und Inhaber).

Als spezieller Gast kam noch Beate Kuckertz hinzu, die mit ihrer Gründung dotbooks – der eBook-Verlag inzwischen 14 Mitarbeiter beschäftigt und 1.200 Titel anbietet. Neu dabei: Venusbooks – dreimal dürfen Sie raten, welches Genre das bedient. Und in Vorbereitung ist ein Kinder- und Jugendbuchprogramm mit 120 Titeln. »Populäre Unterhaltung – das einzige, was ich kann«, bekennt die frühere Heyne– und DroemerKnaur-Frau, deren Verlag monatlich 40 Titel herausbringt. »Backlist« ist für Beate Kuckertz übrigens ein Unwort aus der alten Verlagswelt, obwohl auch bei dotbooks die übliche 80:20-Regel greift. Nur bleiben eben auch die Langsamdreher lieferbar.

Vielleicht sollte uns der Satz des Financial Times-Managers Caspar de Bono aus London nachdenklich stimmen, den Marc Hoenke in einem Filmclip gezeigt hat: »Wir wussten nicht, wer unsere Kunden sind. Der Kern unserer Digital-Strategie war, das herauszufinden. Jetzt wissen wir es – das war entscheidend für unser Überleben.«

Ulrich Störiko-Blume

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