MVB mit (inzwischen nicht mehr) leerer Seite zum Welttag des Buches – Leserbrief von der Pressestelle des Börsenvereins

Frust schlug uns vor zwei Tagen entgegen: „wieder was zum Ärgern gefunden: wie heißt der offizielle Link zum Welttag des Buches? Vielleicht www.welttag-des-buches.de? Versuchen Sie es mal – ich habe im Laufe der letzten Woche mehrfach diesen Link angeklickt und landete immer auf einer schönen, leeren, weißen Seite… [mehr…] Eine Antwort vom Domain-Inhaber MVB gab es heute:

Liebe Buchmarkt-Redaktion,
stimmt: Die Internetseite www.welttag-des-buches.de war für kurze Zeit ohne Inhalt, nicht ohne Grund. Wie Sie wissen, wurde in den letzten Monaten an vielen Stellen darüber diskutiert, wie man die Aufmerksamkeit des Publikums für diesen Tag noch wesentlich steigern kann. Denn in den letzten Jahren ist es nicht gelungen, die vielen einzelnen Veranstaltungen, die über die Buchhandlungen selbst organisiert wurden, so zu begleiten, dass in Deutschland übergreifend eine Idee, eine Botschaft, ein Event mit dem 23. April verbunden wäre. Der Börsenverein startet deshalb in diesem Jahr mit einem neuen Konzept; wir haben es vor zwei Wochen im Börsenblatt erstmals vorgestellt.
In der Öffentlichkeitsarbeit des Verbands sollen die Leseförderung und die Werbung für das Lesen in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Neben dem Vorlesewettbewerb, dem größten und erfolgreichsten Leseförderungsprojekt in Deutschland, und dem “Lesenden Klassenzimmer”, das vielleicht schon in diesem Jahr mit neuen Ideen und Partnern starten kann, soll auch der “Welttag des Buches” in das Gesamtkonzept mit einbezogen werden. Der 23. April – Todestag von Shakespeare und Cervantes und 1995 von der UNESCO zum weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren erklärt – bietet hervorragende Chancen für das „Lesemarketing“. Der Vorstand des Börsenvereins hat sich deshalb für ein Konzept entschieden, das auf Multiplikatoren – Medien und Prominente – setzt.
Zahlreiche Buchhandlungen und Bibliotheken werden den 23. April nutzen, um Lesungen zu veranstalten und ihren Kunden die Nähe zu ausgesuchten Autorinnen und Autoren zu ermöglichen. Parallel dazu ist erstmals eine national übergreifende Veranstaltung geplant, die über reichweitenstarke Medienpartner ein großes Publikum erreichen soll: LESEKÖPFE 2003. Zehn prominente Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Politik – leidenschaftliche Bücher-Leser allesamt – lesen und diskutieren vor Publikum in fünf deutschen Städten zeitgleich, in diesem Jahr zum Thema “Klassik trifft Pop – Gibt es gutes und schlechtes Lesen?”
Populäre Literatur und Klassiker im Vergleich. Angeregt durch das Phänomen Harry Potter und Dieter Bohlen, den Lesekanon und die PISA-Studie stellt sich die Frage nach “gutem” und “schlechtem” Lesen. Verdirbt populäre Literatur die Phantasie? Oder ist sie vielmehr eine “Einstiegsdroge”? Sind die Klassiker immer noch maßgebend? Und: Wie wird ein Buch überhaupt zum Klassiker?
Jeweils zwei Prominente sprechen über jeweils zwei bekannte Bücher: das eine ein Klassiker, das andere die populäre Variante der gleichen Idee. Es treten an: die Romane von Jules Verne und Wladimir Kaminer, die Autobiographien von Lance Armstrong und Gabriel Gárcia Márquez, “Die Leiden des jungen Werther” und “Soloalbum”, “Generation Ally” und “Herbstmilch”.
Obwohl die Entscheidung für diese Idee erst im Januar 2003 fiel, haben zahlreiche “Lese-Botschafter” und Medien spontan zugesagt: der Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der Entertainer Götz Alsmann, die Mode- und Schmuckdesignerin Jette Joop, der Fußballkommentator Marcel Reif, die Fernsehjournalistin Nina Ruge und der Musiker Smudo (Die fantastischen Vier) sind unter anderem dabei. Die Hamburger Wochenzeitung “Die Zeit” und 3sat “Kulturzeit” werden berichten; Redakteure der Medienpartner werden darüber hinaus die Diskussionen moderieren. Die Universitäten in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln und München stellen für die fünf Veranstaltungen, die sich nicht nur an studentisches Publikum wenden, große Hörsäle zur Verfügung.
Und selbstverständlich wird auch der Handel eingebunden: Alle Buchhandlungen, die Mitglieder im Börsenverein sind, erhalten in den nächsten Tagen kostenlose Plakate und Flyer mit Angaben zu den Veranstaltungen und Sendeterminen.
Die Botschaft ist klar: Für welches Buch du dich auch entscheidest: Lesen ist klug. Lesen macht stark. Das Buch ist ein modernes Medium, mindestens genau so spannend wie Fernsehen, Radio oder Internet. Lies Bücher und wecke deine Phantasie. Oder mit dem Slogan zum World Book Day 2003 in Großbritannien: Fire your imagination!
Erste Informationen unter www.lesekoepfe.de (verlinkt mit www.welttag-des-buches.de)
Viele Grüße
Anja zum Hingst

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