Noch ein Meinungsbeitrag

Hier noch ein Vorschlag eines Buchhändlers, der nicht namentlich genannt werden möchte:

„Dass der gesamte Auftritt zum Welttag des Buches ein Armutszeugnis für die Branche darstellt, muss wohl nicht mehr gesagt werden. Bei einem Blick über den Tellerrand, z.B. in Richtung Schweden könnte man entdecken, wie es publikumswirksamer, aber auch verkaufswirksamer gehen könnte.
Dort gibt es im Februar den „bok rea“. Diese Buchwoche, in der preiswerte Sonderausgaben (Klassiker etc.) und mod. Antiquariat in einem „bok rea“-prospekt angeboten werden, wird von den Kunden sehnsüchtig erwartet und startet um Mitternacht. Die Buchhandlungen sind voll wie zu Harry-Potter-Erscheinungstagzeiten und es wird auch (oh schreck!) kräftig Umsatz gemacht.
Wäre nicht auch in Deutschland ein bundesweiter Prospekt denkbar, in dem die Verlage ihre Longseller als limitierte Sonderausgabe anbieten, die dann maximal eine Woche lang lieferbar sein müssten? Aber so ein gemeinsamer „Kraftakt“ dürfte wohl eine Utopie bleiben. Dazu sind die Verlage zu sehr mit ihren Problemen beschäftigt.
Also war dieser Welttag wohl doch die bestmögliche Leistungsschau der Branche???“

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