Pavel Kohout auf dem Blauen Sofa in der Tschechischen Botschaft Berlin

Gestern Abend stellte Pavel Kohout in der Tschechischen Botschaft in Berlin seine Memoiren Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel vor, die im Osburg Verlag erscheinen.

Im Gespräch mit Susanne Führer (Deutschlandradio Kultur) erzählte Pavel Kohout (Foto) über sein wechselhaftes Leben. Sehr berührt war das Publikum von der Schilderung der Ausbürgerung Kohouts, der sein Vaterland so sehr liebte und bis 1989 nicht mehr in seine Heimat einreisen durfte. Die versierte Moderatorin entlockte ihm mit klugen Fragen so manche Geschichte, wie jene über die spektakuläre Übermittlung des Textes der Charta 77 an die wichtigsten westlichen Zeitungen. Eine Botin lernte die ganze Erklärung auswendig und überbrachte sie mündlich einem deutschen Journalisten.

Abschließend las Kohout ein Kapitel aus seiner Exilzeit, als er in Berlin sein Stück „Die lange Welle hinterm Kiel“ mit Maximilian Schell, eine denkwürdige Inszenierung, realisierte. Der große Mime drangsalierte den sanftmütigen Pavel so sehr, dass dieser zu lauten und klaren Worten griff.

Der tschechische Botschafter Rudolf Jindrak würdigte Kohouts Lebenswerk und seinen unerschütterlichen Lebensmut. Unter den zahlreichen Gästen waren zahlreiche Exzellenzen wie Hagen Graf Lambsdorff, ehemalige Botschafter in Prag. Auch Walter Leisler Kiep und Erika Steinbach wurden gesichtet. Verleger Wolf-Rüdiger Osburg und Christiane Munsberg vom Club Bertelsmann und Initiatorin des Blauen Sofas äußerten sich am Abend sehr zufrieden über die gelungene Veranstaltung und den regen Zuspruch.

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