Premiere von „Breaking Stones“ in München

Terry O’Neill (l.) mit seinem Verleger

„Wenn ich schneller fahren will, lege ich immer ‚Brown Sugar‘ ein“, gestand Verleger Hejo Emons gestern Abend anlässlich der Ausstellungseröffnung Breaking Stones in der Galerie Stephen Hoffman in Anwesenheit von Terry O’Neill. Der 1938 in London geborene Fotograf hat unzählige der legendären Fotos von Prominenten gemacht, von Brigitte Bardot bis Amy Winehouse, von David Bowie bis Frank Sinatra.

Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören aber die Porträts, die er von den Rolling Stones ab 1963 machte. „Ich hatte unfassbar viel Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein“, sagte O’Neill in München. Tatsächlich konnte damals niemand ahnen, was aus den Stones später werden würde. O’Neills Fotos haben zum rasch wachsenden Bekanntheitsgrad der Band viel beigetragen. Zu sehen sind im Buch Breaking Stones – 1963 bis 1965 – Eine Band auf der Schwelle zum Weltruhm, das in diesen Tagen bei Emons erscheint, auch bislang unveröffentlichte Bilder. Neben O’Neills Arbeiten sind auch Fotos des acht Jahre jüngeren Gered Mankowitz enthalten. Der Vergleich der Arbeitsweise O’Neills und Mankowitz‘ macht einen eigenen Reiz aus: Beide gleichen mangelnde Erfahrung mit jugendlichem Überschwang aus, allerdings mit verschiedenen Mitteln. So holte O’Neill gerne noch „Büro-Mädels“ hinzu, während Mankowitz Wert auf verruchtes Ambiente legte. „Ich habe mit dreizehn Jahren meine erste Stones Platte bekommen. Ich bin stolz, dass dieser Prachtband bei uns erscheint“, sagte Hejo Emons. Er plant O’Neill wieder nach Deutschland zu holen und die Bilder in verschiedenen Städten zu zeigen. nb

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