Urs Widmer und Valentin Lustig lasen in Düsseldorf

Urs Widmer, Valentin Lustig live

Natürlich konnte die von Finanzminister Peer Steinbrück angerichteten deutsch-schweizer Verstimmung nicht unerwähnt bleiben, hat sich doch auch Urs Widmer dazu unlängst in der FAZ [mehr…] vernehmen lassen.

Aber nicht deshalb war der Schweizer Generalkonsul Klaus Bucher gestern Abend ins Düsseldorfer Heinehaus gekommen, sondern um die Lesung von Urs Widmer und Valentin Lustig mit einem Grußwort zu eröffnen. „Schön, dass wir nicht mehr übereinander, sondern – wie z.B. heute – wieder miteinander reden“, sagte er und kündigte mit dem Duo Widmer/Lustig ein „Melancholikerduo, das von Heiterkeit nicht lassen will“, an.

Im Prinzip hat sich Widmer mit dem Buch Valentin Lustigs Pilgerreise: Bericht eines Spaziergangs durch 33 seiner Gemälde (Diogenes) ein Geschenk zum 70. Geburtstag (2008) gemacht. 2006 begann die Arbeit am gemeinsamen Buch des Basler (und seit 25 Jahren Zürcher) Autors und dem aus Siebenbürgen stammenden Malerfreund.

Herausgekommen ist eine skurril-heitere Bilderwelt voller versteckter Zitate und Anspielungen, die zusammen mit Widmers Texten ein ganz spezielles Eigenleben entfaltet. Eine Welt, die nach griechischer Komödie und zugleich nach Bruno SchulzZimtläden schmeckt: Das geht natürlich überhaupt nicht. Im Falle Widmer/Lustig geht es aber doch.

Eine zusätzliche Dimension erhält das Buch, wenn Widmer/Lustig die Texte und Bilder sozusagen aufführen. Über eine Stunde durfte das Düsseldorfer Publikum mit auf Pilgerreise, und anschließend geduldig Schlange stehen zum Signieren.

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