Viel Prominenz und strittige Themen auf dem „forum bildung“ in Köln

Auf der diesjährigen „didacta – die Bildungsmesse“ vom 9. bis 13.2.2004 in Köln erscheint so viel Politprominenz wie noch nie. Nicht zufällig, denn nach PISA wird nicht mehr nur über Reformen debattiert:
Mit weit reichenden Neuregelungen sollen praktisch alle Bildungsgänge von der Vorschule bis hin zur pädagogischen Ausbildung in der Hochschule effektiver und kürzer werden. Nationale Bildungsstandards, neue Kernlehrpläne, mehr Professionalität bei der Lehrerbildung, frühere Einschulung, kürzere Bildungswege und effektivere Förderung heißen die Schlagworte. Diskutiert wird darüber in Köln v.a. auf dem „forum bildung“, dem Leitforum der Messe im Ausstellungsbereich „Schule/Hochschule“ – mit viel Prominenz aus Politik, Wissenschaft und Kultur.

Auf den 20 Einzelveranstaltungen werden fünf Tage lang Ansätze der Neugestaltung von Unterricht und Schulentwicklung diskutiert, neue Konzeptionen, Anregungen und Ideen vorgestellt und über die biologischen wie ethischen Grundlagen von Lernen und Lehren geredet. Hinterfragt werden auch die defizitären Rahmenbedingungen von Schule: So wird auf dem Forum über die Schule als „Krankmacher“ diskutiert und die neue Schulstrukturdebatte um die Integrationsfähigkeit des ge-gliederten Schulwesens, die Leistungsfähigkeit des dualen Berufsbildungssystems und die pädagogische Konzeption der Ganztagsschule aufgegriffen.

Zu all diesen Themen werden auf dem „forum bildung“ Prominente aus Politik, Wissenschaft und Kultur referieren und diskutieren. Auftreten werden die Bildungsminister/-innen Ute Schäfer (NRW), Annette Schavan (Baden-Württemberg) und Steffen Reiche (Brandenburg), die bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen in NRW, Lernmethodiker wie Heinz Klippert und Bildungsforscher wie Andreas Schleicher von der OECD. Auf dem Forum werden die ZDF-Moderatorin Petra Gerster für „mehr Erziehung“ und der Kirchenkritiker Eugen Drewermann für „weniger Moral“ plädieren, wird die Publizistin Alice Schwarzer für ein Verbot des Kopftuchs für Lehrerinnen im Klassenzimmer streiten, wird der Mediziner und Psychiater Manfred Spitzer eine stärkere Berücksichtigung von Erkenntnissen aus der Hirnforschung für die Pädagogik einfordern. Dazu kommen viele weitere Experten aus Publizistik, Forschung und Lehre zu Wort – insgesamt 52 Referenten.

Zum „forum bildung“ gibt es ein eigenes Programmheft, das direkt über das
Institut für Bildungsmedien,
Zeppelinallee 33,
60325 Frankfurt am Main,
Telefon: 069/709046,
Telefax: 069/70790169,
E-Mail: institut@vds-bildungsmedien.de
erhältlich ist. Es ist in stets aktueller Form auch im Internet unter www.vds-bildungsmedien.de (unter „Downloads“) herunterladbar.
Das forum bildung befindet sich in der Messehalle 11.1, Stand A48.

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