10x10cm: Carlsen beansprucht Pixi-Format für sich

Weil die Buchreihe „Edition Kleinlaut“ des Unsichtbar Verlags im Format 10×10 cm erschienen ist, darf der Unsichtbar Verlag die Titel nicht mehr verkaufen. Der Grund: Der Carlsen Verlag sieht seinen exklusiven Anspruch auf das Buchformat gefährdet.

„Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 300 Millionen Pixibücher verkauft, das Format ist ein zentraler Bestandteil der Marke geworden“, zitiert der Tagesspiegel den Leiter der Geschäftsfeldentwicklung bei Carlsen, Markus Dömer, „Deswegen müssen wir aus juristischen Gründen immer dagegen vorgehen, wenn jemand dieses Format kopiert, um keinen Präzedenzfall zu schaffen.“

„Unternehmen haben die Möglichkeit, ein neues, einzigartiges Design als Gebrauchsmuster schützen zu lassen, und genau das hat der Carlsen Verlag vermutlich vor Jahren mit dem Pixi-Format getan“, erklärt Börsenvereinsjustiziar Christian Sprang auf Nachfrage von BuchMarkt. Der Gebrauchsmusterschutz ist somit quasi eine Belohnung für Unternehmen, die in neues Design und dessen Entwicklung investieren. „Es ist vollkommen verständlich, wenn der Verlag dieses unternehmerisch wichtige Design dann auch vor einer Verwässerung und einem damit möglicherweise einhergehenden Verlust seines Schutzrechts verteidigt“, fügt Sprang hinzu.

Der schwäbische Unsichtbar Verlag hat eine enstprechende Unterlassungserklärung unterzeichnet, plant aber, die Reihe in einem anderen Format fortzusetzen. Damit habe der Carlsen Verlag auch keinerlei Probleme, „denn wir kennen den Unsichtbar Verlag und schätzen ihn sehr“, heißt es von Verlagsseite.

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