Achilla Presse schließt zum Jahresende

Zum 31. Dezember schließt die Achilla Presse von Mirko Schädel, wenn bis dahin kein potenzieller Käufer für den Verlag gefunden ist, teilt der Verlag auf seiner Homepage mit.

Mirko Schädel, der 25 Jahre lang liebevoll ausgestattete Bücher vorlegt, hatte seinerzeit viel Staub aufgewirbelt mit seiner Aussage, künftig aus Kostengründen nicht mehr übers Barsortiment ausliefern zu wollen page(39715 ). „Die Grossisten diktieren uns Rabatte von rund 50 Prozent, dazu rechne ich weitere 12 Prozent vom Ladenpreis für die Auslieferung, die noch weitere Kosten wie Lagermiete, Portokosten an den Verlag weitergeben muss. Was da dann übrig bleibt, reicht in der Regel nicht mehr, um die Kosten der Übersetzung, der Lizenzen, der Honorare im allgemeinen, der Druck- und Herstellungskosten zu decken“, sagte er 2009 im buchmarkt.de-Interview über Entscheidung.

Schädel verlegte in bibliophiler Aufmachung Autoren wie Sherwood Anderson, Gertrude Stein, Joseph Sheridan Le Fanu, W. H. Hudson, Robert Louis Stevenson, Victor Hugo, William Godwin, Hubert Selby, Edgar Allan Poe, Joseph Conrad und Ford Madox Ford.

Falls bis Jahresende kein Käufer für Achilla gefunden sei, ist auf seiner Homepage zu lesen, will er den gesamten Warenbestand komplett vernichten und sich aus der Branche zurückziehen.

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