Anya Schutzbach und Rainer Weiss zur Gründung von weissbooks

Anya Schutzbach, Rainer Weiss
Foto: Jeannette Faure

Heute fand im Frankfurter Literaturhaus die Pressekonferenz zur Gründung des Verlages weissbooks GmbH zum 1. Januar .2008 statt ([mehr…] und im aktuellen BuchMarkt auf S. 178). Geschäftsführer und gleichzeitig auch Gesellschafter sind Anya Schutzbach (43) und Dr. Rainer Weiss (58), der Sitz des Verlages ist derzeit noch in der Siesmayerstraße 44.

buchmarkt.de: Glückwunsch zur Verlagsgründung! Sie sagten heute Vormittag in der Pressekonferenz, dass dies ein wohl überlegter Schritt ist. Wer außer Ihrer Mitgeschäftsführerin Anya Schutzbach, die wie Sie auch lange Jahre bei Suhrkamp war, unterstützt sie dabei?
Rainer Weiss: Wir machen den Verlag, unterstützt von einer weiteren Mitarbeiterin, erst einmal alleine, abgesehen von einigen externen Mitarbeitern. Und so soll es auch eine ganze Weile bleiben, wir wollen schnell und wendig sein, und das können wir nur durch eine extrem stimmige Partnerschaft. Die ist da. Gleichzeitig gibt es eine klare Arbeitsteilung. So ist Anya Schutzbach für Vertrieb, Verkauf, Werbung und Online-Präsentation zuständig, ich kümmere mich um das Programm, das Lektorat, die Presse. Unterstützt werden wir freilich von einem Beirat, der beratend und kontrollierend unsere Arbeit begleitet. Diesem gehören Hans G. Bungers (Controlling/Steuern), Dr. Christina Eibl (Marketing/Strategie), Dr. Rainer Lampe (Unternehmensberatung/Management), Prof. Dr. Manfred Schiedermair und Dr. jur. Magda Streuli-Youssef (beide Recht) an.

Schwierigkeiten bereitete ihnen beiden weniger das Programm. Die Finanzierung war komplizierter, sagten Sie. Inwiefern?
Anya Schutzbach: Unser Programm besteht aus erzählenden Sachbüchern wie zum Beispiel „Die Zwillinge“ von Gisela Getty/Jamal Tuschick/Jutta Winkelmann, aus Neuentdeckungen wie der Schweizer Debütantin Jaqueline Moser mit „Lose Tage“, aus Gegenwartsschriftstellern wie Artur Becker mit „Wodka und Messer. Lied vom Ertrinken“ und internationalen Entdeckungen wie Breece D’J Pancake mit seinen Stories. Mit fünf Büchern werden wir im Februar 2008 starten, im Jahr 2008 sollen insgesamt zehn Titel erscheinen. Für das Jahr 2009 haben wir uns vierzehn Bücher vorgenommen, 2010 sollen es 18 Titel werden.

Die Finanzierung steht. Sie ist eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital. Die Namen der Investoren werde ich nicht nennen, nur so viel: Sie kommen aus Deutschland und der Schweiz.

Sie kommen beide von Suhrkamp. Der Autor Jamal Tuschick ebenfalls. Wird es weitere Parallelen geben?
Schutzbach und Weiss: Nein. Suhrkamp liegt hinter uns beiden, und alles, was wir da gelernt haben, fließt ein in die Arbeit am Neuen, an weissbooks. Wir gehen unseren eigenen Weg und wollen dies tun mit aller Energie und Leidenschaft. Und, vor allem, mit unseren Autoren, die wissen, warum sie uns vertrauen können.

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