area lässt Kult Verlag März wieder aufleben

Der auf MA spezialisierte area Verlag wird zur Frankfurter Buchmesse typische Werke des legendären März Verlags in der „Großen März-Kassette“ neu auflegen und Ende des Monats ausliefern (Foto, v.l.: Annette Krumreihn, Bruno Hof, Barbara Kalender, Jörg Schröder). 22 repräsentative Titel aus den Jahren 1969 bis 1986 sollen damit einem großen Lesepublikum wieder zugänglich gemacht werden. „Die Kassette mit über 6 000 Seiten hat mit 39,90 Euro einen sensationell niedrigen Ladenpreis. Wir wollen nicht nur die ‚Nostalgiker‘ erreichen, sondern auch eine Menge Neuleser“, sagt area-Programmleiterin Annette Krumreihn. Zudem bringt area die Anthologie „Acid“ von Rolf Dieter Brinkmann und Ralf-Rainer Rygulla wieder auf den Markt. Sie erscheint im schwarzen Cover der Erstausgabe mit den gestanzten Umschlagfenstern.
„Ein März-Revival liegt eigentlich auf der Hand: Auf der einen Seite ist „März“ eine einzigartige Marke der jüngeren deutschen Verlagsgeschichte. Welcher Verlag hat schon ein solches Profil, dass man unter einem Logo eine so umfangreiche Sammlung publizieren könnte? Andererseits sind es die Autoren und Werke, die in ihrer Zeit die gesellschaftliche Diskussion bestimmt haben und heute sowohl historisch als auch als Beitrag zur Gegenwart neu gelesen werden können“, so Krumreihn.
Die Hinwendung der Literatur zu Trivialmythen und populären Genres wie Comic, Pornographie, Politik, Psychologie, Drogen, Pop und Beat verfolgte der März Verlag innerhalb seines Programms konsequent. Entsprechend haben März-Verleger Jörg Schröder und area-Geschäftsführer Bruno Hof bei der Auswahl der Titel auf diese Vielfalt Wert gelegt: „Die Kassette ist ein Querschnitt von Titeln, die viele Aspekte zeigen, die den März-Verlag bedeutend gemacht haben. Natürlich sind die Buchumschläge der „März bei area“-Ausgaben im traditionellen gelb-rot-schwarzen März-Design gestaltet.“
Die Geschichte des März Verlages ist eng mit ihrem Gründer, Verleger, Lektor und Gestalter Jörg Schröder verbunden. Er polarisierte 1972 den Kulturbetrieb mit seiner Skandalbiographie „Siegfried“. Inzwischen gibt Schröder zusammen mit Barbara Kalender seine Folgen von „Schröder erzählt“ heraus, die seit 1990 auf 49 Bände gewachsen sind.

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