Auf Eichborn hageln die EVs wegen Ulfkottes neuem Buch

Der Frankfurter Eichborn-Verlag sieht sich einer beispiellosen Welle von Anträgen auf Erlass einstweiliger Verfügungen gegen seinen Bestseller „Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern“ des Autors, Journalisten und Terrorexperten Udo Ulfkotte ausgesetzt.

Gegen das im März erschienene Buch liegen dem Verlag zahlreiche Abmahnungen, Anträge auf Erlass einstweiliger Verfügungen, sowie bereits eine erlassene einstweilige Verfügung vor, die jedoch allein für die beabsichtigte Neuauflage von Bedeutung ist. Kläger sind verschiedene Vereine, Organisationen, Firmen und Privatpersonen.

Allen Versuchen zum Trotz, das Buch auf gerichtlichem Wege aus der Welt zu schaffen, ist „Der Krieg in unseren Städten“ unverändert lieferbar und Eichborn zeigt sich kämpferisch: „Der Verlag will an der Publikation der im Buch zu Recht dargestellten Erkenntnissen festhalten – auch wenn diese für viele unangenehm sein mögen“, so Eichborn-Verleger Peter Wilfert.

Dennoch ist Eichborn angesichts der drohenden Prozesslawine mit erheblichen Kosten konfrontiert, die für den mittelständischen Verlag einen Kraftakt bedeuten können: „Vergleichbare Fälle, also solche, in denen Journalisten, die im Umfeld islamistischer Organisationen recherchiert haben und ebenso wie Eichborn jetzt mit Unterlassungsklagen überzogen wurden, legen den Schluss nahe, dass unter Zuhilfenahme „erlaubter Mittel“ systematisch finanzieller Druck aufgebaut werden soll, um über diesen Weg das missliebige Buch der öffentlichen Zensur anheim zu stellen.“, sagt Wilfert. „Einer solchen Form von Druckausübung hat sich Eichborn noch nie fügen wollen.“

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