Bloomsbury will seine Verlage künftig weltweit zentral führen

Gestern sind weltweit alle Bloomsbury Verlage zeitgleich darüber informiert worden, dass sich das Unternehmen eine neue Struktur geben wolle und in vier Sparten unterteilt werde. Bloomsbury Gründer Nigel Newton begründet diesen Schritt mit der Globalisierung auch des Verlagswesens:

“The global market place is changing rapidly, with a dramatic increase in digital publishing and global customers, such as Amazon, Google and Apple, who are not focused within national boundaries. For Bloomsbury to take best advantage of this, we are restructuring on a global basis to better maximise the opportunities the future will bring. We believe this will give us a real advantage in our mission to publish books of excellence and originality.”

Er hat sein Unternehmen deshalb so aufgestellt: Richard Charkin verantwortet als Managing Director das Erwachsenenprogramm; den akademischen Bereich leitet Jonathan Glasspool, Alexandra Pringle den weltweiten Einkauf und das Kinderbuchprogramm und den Bereich Bildung leitet künftig Emma Hopkin, die nach fünfzehn Jahren bei Pan Macmillan im Mai zum Unternehmen kommt.

Dass in dem neuen Organigramm die gesamte Berlin-Führungsebene um Elisabeth Ruge gar nicht aufgeführt wird, hatte heute zunächst bei Kollegen außerhalb zu kleinen Irritationen geführt. Aber im Hause selbst ist man davon überzeugt, dass die neue Struktur für ein im Vergleich zu Konzernen eher „mittelständisches Unternehmen“ angesichts der Globalisierung des Verlagswesens eher richtig ist, auch wenn man skeptisch sein könne, ob das Verlagswesen wirklich solche zentralen Strukturen vertrage. Aber „das werden die nächsten Monate zeigen.“

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