Der alte Vorstand ist der neue / Inspirierende Tagung abgeschlossen

Mit einem Griff ins Archiv hätten wir diese Meldung illustrieren können: Markus Klose (Hoffmann und Campe), René Strien (Aufbau) und Peter Kraus vom Cleff (Rowohlt) – das ist der alte und der neue Vorstand der AG Publikumsverlage. Per Akklamation wurden die drei Verlagsmanager auf der gerade in München zu Ende gehenden Jahrestagung der AG Pub wiedergewählt – was für einen mehr als hohen Zufriedenheitsgrad über ihre Arbeit spricht.

Auch diesmal wieder hatte es bei der AG Pub ein gleichermaßen unterhaltsames und trotzdem inspirierendes Programm gegeben, auch wenn Markus Klose bescheiden von einem „Gemischtwarenladen“ sprach. Im Angebot dieses mit über 160 Teilnehmern wieder großartig besuchten „Ladens“ im Münchner Literaturhaus gehörten nicht nur ein Grußwort des Börsenvereins-Vorsteher Heinrich Riethmüller („Wir sollten den Schwung des zu Ende gehenden Jahres ins neue Jahr mitnehmen, nach zehn Jahren hat der Einzelhandel erstmals wieder leicht zugelegt.“), was Börsenvereins-Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis auf den Imageverlust von Amazon , aber auch auf die „Vorsicht Buch“-Kampagne zurückführte.

Der alte und der neue Vorstand, flankiert von AG Pub-GF Rolf Nüthen (l.) und Heinrich Riethmüller und Alexander Skipis

Zum Angebot der Veranstaltung gehörte auch die Vorstellung der neuenLesefreunde-Kampagne durch Prof. Dr. Jörg Pfuhl, der schon jetzt höhere Registrierzahlen für die neue Kampagne vorweisen kann. Über 1500 Buchhandlungen, weit mehr als zum gleichen Zeitpunkt der ersten Aktion, habensich schon registrieren lassen.

Offizieller Höhepunkt der Tagung waren dann aber die beiden Vorträge von Heinrich Staudinger und von Ulli Burchardt, dem Oberbürgermeister der Stadt Konstanz. Staudinger, der Besitzer der Waldviertler Schuhfabrik, erzählte mit großem Engagement und Leidenschaft sehr authentisch und bewegend über „den Mut, die Liebe, die Wirtschaft, das Leben“, und der Konstanzer Oberbürgermeister über „Markenführung in Zeiten der Beständigkeit“. Er verriet, dass ein Unternehmen wie Manufactum genau das so erfolgreich gemacht hat – das wiederum sollte man in seinem Buch (Ausgegeizt!: Wertvoll ist besser – Das Manufactum-Prinzip Campus) nachlesen. Und sich immer wieder die Frage stellen: „Welchen Nutzen bringt mein Unternehmen der Gesellschaft“ – und das auch mit der Marke der Unternehmung verdeutlichen, damit sich das auch als „Vor(Ur)teil“ bei den Kunden einpräge.

Auch der Vorsteher hatte übrigens zwei Buchempfehlungen mitgebracht: „Ostende“ von Volker Weidermann, das im März bei K&W kommt – und „Die Geschichte der Welt in 100 Gegenständen“.

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