DREI FRAGEN AN Jürgen Krieger zum Prestel-Verkauf

Die F.A.Z. hat den den Prestel Verlag zu gleichen Teilen an den jetzigen Prestel-Geschäftsführer Jürgen Krieger sowie an Martin Dort und Johannes Heyne (beide

Jürgen Krieger

Verleger des Christian Verlag, Frederking & Thaler und area). verkauft [mehr…]. buchmarkt.de sprach mit Jürgen Krieger über die Ursachen und Folgen.

buchmarkt.de: Wie werden sich die Verlage Christian, Frederking & Thaler und Prestel unter einem gemeinsamen Dach inhaltlich profilieren?
Jürgen Krieger: Zunächst einmal ist unser Bestreben, alle Verlage örtlich unter ein Dach zu bringen. Programmatisch werden die Häuser aber eigenständig bleiben, also Christian Verlag mit Büchern zum Thema Kochen, Garten und Lifestyle, Frederking & Thaler mit Bildbänden zu Kultur und Reisen und Prestel als Kunst- und Architekturverlag. Die Marken der drei Verlage passen vorzüglich zusammen.

Was bedeutet der Prestel-Verkauf für die Prestel-Mitarbeiter?
Neben der Eigenständigkeit im Programm werden wir natürlich versuchen, in den anderen Bereichen wie Herstellung, Vertrieb und Buchhaltung die Synergien optimal zu nutzen. In meinen Gesprächen mit Herrn Dort und Herrn Heyne wurde schnell klar, dass die Verlage wie einzelne Puzzlestücke ideal zusammenpassen. Der nächste wichtige Schritt wird sein, dass wir alle unter ein Dach kommen und so für den Umbau die Grundlage schaffen. Fest steht, dass die Umstrukturierung nicht auf Kosten der Mitarbeiter gehen wird – das haben wir auch gegenüber den Mitarbeitern bei der Bekanntgabe des Verkaufs betont.

Wie sehen Sie die Rolle Ihrer kleinen Verlagsgruppe im deutschen und internationalen Kunstbuchmarkt?
Prestel wird auch zukünftig ganz klar ein Kunst- und Architekturverlag bleiben. Unsere Zusammenarbeit mit Museen wollen wir national und international weiter ausbauen.
Was den Vertrieb angeht, erhoffe ich mir im deutschsprachigen Raum einen ähnlichen positiven Effekt, wie wir ihn derzeit in den USA erleben. Sie wissen ja, wir liefern dort als Dienstleister den Die Gestalten Verlag, Scalo und Schirmer/Mosel aus. Wir stellen fest, dass dieser gemeinsame Auftritt viele Türen öffnet. Die sich jetzt bildende Verlagsgruppe hat nun eine vernünftige Größe, um auf dem sich stark verändernden deutschsprachigen Markt erfolgreich zu bleiben und zu wachsen.

Die Fragen stellte Ulrich Faure

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