DREI FRAGEN AN Prof. Dr. h.c. mult. Klaus G. Saur zum Kauf von K.G.SAUR

DeGruyter Verleger Prof. Dr. h.c. mult. Klaus G. Saur hat den K.G. Saur Verlag, den er aus kleinsten

Klaus G. Saur

Anfängen zu einem der weltweit bedeutendsten Bibliotheksverlage geformt, später verkauft und bis 2003 aber für die neuen Besitzer geführt hatte, zurückgekauft – wenig mehr als zwei Jahre später, nachdem man sich dort von ihm getrennt hatte [mehr…]. Anlass für DREI FRAGEN AN den alleinigen geschäftsführenden deGruyter-Gesellschafter:

Was hat Ihnen die Möglichkeit gegeben, „Ihren“ Verlag zurückzukaufen?

Der Thomson Konzern, zu dem mein früherer Verlag inzwischen gehörte, hat die Grundsatzentscheidung getroffen, sich völlig aus dem deutschen Markt zurückzuziehen. Das ist nicht nur wieder einmal Beleg dafür, dass es amerikanischen Firmen selten gelingt, sich auf die deutschen Marktverhältnisse einzustellen. Man hat ja nicht nur K.G.Saur verkauft, sondern weitere Verlage und dazu Westlaw geschlossen. Hinzu aber kam, dass auch der gesamte Verlagsbereich Bibliothekswesen nicht mehr zum Kerngeschäft gehört. Denn dieses Geschäft hat sich nach meinem Ausscheiden dort noch weiter verschlechtert

Weil Sie nicht mehr dabei waren?

Das auch. Aber der Hauptgrund ist, dass der Markt sich weiter reduziert hat, weil bestimmte Nachschlagewerke heute nicht mehr verlegt werden können. Denn viele dieser Daten sind im Internet kostenlos zu bekommen. Aber ich gehe davon aus, dass hier die Talsohle jetzt erreicht ist und wir durch die Zusammenlegung mit deGruyter phänomenale Synergien erzielen können. Wir verdoppeln z. B. unseren Markt in Japan und in den USA; wir verdoppeln unsere Umsätze mit den Harrassowitz und den großen Bibliotheks-und und Buchhandelslieferanten. Durch die Zusammenführung entsteht eine Verlagsgruppe von über 40 Mio. Euro Umsatz, die der größte geisteswissenschaftliche Verlag Europas wird.

Sie sind gerade 65 geworden. In einem Alter, da andere längst über ihre Nachfolge nachdenken starten Sie noch mal richtig durch.

Über die Nachfolge denke ich ständig nach. Aber diese große Aufgabe möchte ich erst mal ein paar Jahre machen. Dann sehen wir weiter.

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