Ehling kommentiert Ein bisschen Leseförderung für die Arabische Welt: Ex oriente lüxchen

Holger Ehling
Holger Ehling

In jeden BuchMarkt-Heft ein Blick über den Tellerrand: Holger Ehling kommentiert internationales Branchengeschehen:

Dass Lesen keine ganz schlechte Sache ist, wenn es um Bildung im Allgemeinen geht, ist in unserer Branche Konsens. Und dass Bildung an sich etwas Gutes ist, ebenfalls. Was aber keineswegs heißt, dass dieser Konsens sich in der großen weiten Welt durchgesetzt hätte, jedenfalls abseits irgendwelcher Sonntagsreden. Nicht nur die Wahl von TheDonald in den USA zeigt, dass die selbstbewusste Präsentation von Bildungsferne durchaus erfolgreich sein kann.

Besonders betroffen sind die öffentlichen Bibliotheken im Königreich: Dank der äußersten Verknappung der Mittel, die den Bezirken, Städten und Gemeinden seitens der Zentralregierung zugewiesen werden, vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendwo die Schließung von Bibliotheken verkündet wird. Je nach Quelle sind es zwischen 700 und 2.000 Bibliotheken, die seit 2010 dichtgemacht wurden. Und deshalb berichten wir mit strahlenden Augen von dem, was aus einem Hort des modernen Denkens verkündet wurde: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ein auf zehn Jahre angelegtes Programm zur Leseförderung angekündigt, das fürs Erste mit einem Etat von 100 Millionen Dirham (ca. 25,5 Mio. Euro) ausgestattet wurde. Ja, das mit dem „modernen Denken“ müssen Sie jetzt nicht auf die Goldwaage legen. Trotzdem, die Sache ist interessant.

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