Ganske Gruppe hält jetzt über 40% am DTV / Hegner Verlag gibt seine Anteile ab

Auf Wikepedia kann man das schon (wie lange eigentlich?) im Beitrag über den DTV nachlesen: Der Jakob Hegner Verlag sei als Gesellschafter ausgeschieden. Ob das ein hellseherischer Bearbeiter war oder ob das auch erst seit heute da steht, ist jetzt müßig. Fakt ist:

In diesen Tagen, das haben wir inzwischen bestätigt bekommen, sind auch die Anteile des in der Tat aber schon lange nicht mehr aktiven Jakob Hegner Verlages am Deutschen Taschenbuch Verlag (DTV) unter den verbleibenden Gesellschaftern aufgeteilt worden. Die deutliche Mehrheit liegt jetzt damit bei der Verlagsgruppe Ganske, die nun auf über 40% kommt.

Der Hintergrund: Der Jakob Hegner Verlag mit dem immer noch klangvollen Namen bleibt weiter im Besitz der Familie Bachem, die sich jetzt aber von ihrem über den Hegner Verlag gehaltenen 9,52%-Anteil am DTV getrennt hat. Bachem-Sprecherin Sigrid Krebs bestätigt das und sagt, das sei für die Familie Bachem jetzt ein logischer Schnitt und eine sinnvolle Bereinigung für beide Seiten: Man habe ja, da Bachem ganz anders aufgestellt sei, lange nichts mehr an Lizenzen für den DTV beitragen können, was ja immerhin der Gründungszweck war.

Aus ähnlichen Gründen hatte sich ja auch zum Ende vorigen Jahres die FAZ von ihrem 25 % Anteil am DTV getrennt, den sie über die DVA und Kösel gehalten hatte. Das war aber erst vor kurzem bekannt geworden.

Dabei hatte die Ganske-Gruppe ihren Anteil schon von rund 27% auf fast 37% steigern könnnen; C.H. Beck und Hanser konnten ihre Beteiligung um fünf Prozentpunkte auf jeweils 19% erhöhen (und halten jetzt beide je knapp über 20 %) und die Verlagsgruppe Oetinger kam auf etwa 15% und hält jetzt etwas über 16% – auch jetzt sind die Anteile wieder im Verhältnis der bisherigen Anteile auf die verbliebenen Gesellschafter aufgeteilt worden.

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