Hanser-Tochter Zsolnay übernimmt Deuticke / Verlags- und Programmleitung unverändert bei Dr. Martina Schmidt

Der Paul Zsolnay Verlag mit Sitz in Wien übernimmt Anfang August den Deuticke Verlag [mehr…]. Der österreichische Kulturverlag Deuticke ist ein Teilunternehmen des im April 2003 von der Klett-Gruppe übernommenen Österreichischen Bundesverlages (ÖBV).

Mit Deuticke verstärkt der Carl Hanser Verlag, München – die Muttergesellschaft des Paul Zsolnay Verlages – sein Engagement in Österreich. „Beide Programme ergänzen sich ideal“, erklärt Michael Krüger, Verleger des Carl Hanser Verlages, und weiter: „Deuticke hat sich in den letzten Jahren zur Weltliteratur geöffnet, ohne die starke Bindung an österreichische Autoren zu vernachlässigen. Zsolnay, der nach dem Krieg als Verlag für internationale Literatur berühmt war, hat sich hingegen in den letzten Jahren auch vermehrt um österreichische Autoren und Themen gekümmert. Diese Entwicklung kann gemeinsam so weiter profiliert werden, dass die Verlage ihre Identität behalten, aber durch den gemeinsamen Auftritt an Stärke gewinnen.“

„Mit Zsolnay haben wir einen Verlag gefunden, der bewiesen hat, dass er der österreichischen Literatur sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes Gehör und Geltung verschaffen kann. Die Weiterführung der Programmagenden durch Dr. Martina Schmidt bürgt gegenüber den Autorinnen und Autoren von Deuticke für Kontinuität; zugleich verspricht die Bündelung der Vertriebsressourcen eine erheblich verbesserte Präsenz in den deutschsprachigen Nachbarländern“, erläutert Dr. h.c. Michael Klett, Vorstandsvorsitzender der Ernst Klett AG. Der Kulturauftrag, den die Klett-Gruppe für den Deuticke Verlag übernommen hat, wurde auf den Paul Zsolnay Verlag überbunden. Dieser stellt sicher, dass weiterhin anspruchsvolle und interessante Werke publiziert werden und die im Verlag bereits erschienenen Titel gepflegt und erhalten bleiben.

Dr. Martina Schmidt, die langjährige erfolgreiche Verlags- und Programmleiterin des Deuticke Verlages, freut sich sehr über die neuen Eigentumsverhältnisse: „Ich bin mit der Lösung sehr zufrieden. Wir können die Arbeit für unsere Autorinnen und Autoren in der neuen Konstellation mit Sicherheit noch weiter verbessern.“

Der Österreichische Bundesverlag geht auf eine Gründung Maria Theresias (1772) zurück. Mit seiner Beteiligung am Schulbuchverlag öbv&hpt zählt er zu den führenden österreichischen Anbietern von Bildungsmedien, daneben sind unter seinem Dach eine Auslieferung und Buchhandlungen in Wien und Linz gruppiert.

Die Klett-Gruppe mit einem jährlichen Umsatz von 320 Millionen Euro ist zu einem der größten Verlage im deutschsprachigen Raum gewachsen. Das Stuttgarter Unternehmen ist bei Lehrwerken, Lernsoftware, Unterrichtshilfen und anderen Lernmitteln für allgemein bildende Fächer ebenso richtungsweisend wie im Bereich der Erwachsenenbildung.

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