Herder steigt ins App-Geschäft ein: Kooperation mit Smart Mobile Factory

Der Verlag Herder mit Standorten in Freiburg, München und Berlin und die Agentur Smart Mobile Factory in Berlin planen eine umfangreiche Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Applikationen für mobile Endgeräte.

Thomas Jahn

Hierfür wird zum 1. November 2014 ein neuer Unternehmensbereich Herder App Publishing in Berlin, München und Freiburg eingerichtet. Die Leitung liegt im Hause Herder bei Thomas Jahn. „Wir freuen uns sehr, den Verlag Herder auf Basis dieser langfristigen Partnerschaft zukünftig bei der Konzeption und Entwicklung seiner Verlagsprodukte für den stark wachsenden Mobile Markt zu unterstützen“, so Dr. Torsten Oelke, geschäftsführender Gesellschafter der Smart Mobile Factory GmbH.

„Ziel unserer Zusammenarbeit ist es, künftig sowohl Verlagserzeugnisse aus dem Hause Herder, die bislang als klassische Printprodukte sowie als E-Book und Online-Dienst angeboten werden, auch als mobile Applikationen verfügbar zu machen“ sagt Verleger Manuel Herder. Im zweiten Schritt sollen auch neue mobile Geschäftsmodelle entwickelt werden. Die Smart Mobile Factory wird auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Verlages Herder vertreten sein.

Die Smart Mobile Factory ist eine mobile Full Service Agentur für Smartphone- und Tablet-Applikationen. Das 2009 gegründete Unternehmen mit Sitz in Berlin unterstützt seine Kunden von der Konzeption und Beratung über die technische Umsetzung bis hin zur Vermarktung von Apps und ist in verschiedensten Branchen wie E-Commerce, Verlagswesen oder Automobil tätig. Weitere Infos unter: smartmobilefactory.com

Fragen deshalb auch an Manuel Herder:

Warum geht der Verlag Herder diesen Schritt?

Wir haben in den früheren Jahren gelernt, dass Verlage neben Büchern auch E-Books und im Fachbuch-Bereich Online-Dienste anbieten müssen, um für Autoren und Leser gleichermaßen interessant zu sein. In der letzten Zeit stellt sich zudem heraus, dass viele Leser – gerade im Zeitschriften-Bereich – Freude an der Lektüre auf dem iPad haben. Da wir im Verlag Herder viele Zeitschriften und Periodika verlegen, möchten wir dieses Bedürfnis der Leser bedienen.

Wie sehen Sie den Bereich App-Produktion im Vergleich zum klassischen Buch?

In der Branche zeigt sich, dass digitale Produkte das klassische Buch nicht verdrängen, sondern ergänzen. In der App sehen wir eine weitere digitale Produktform, die dem Leseverhalten gerade auch junger Leser entgegenkommt.

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