Downloadportale: Printkataloge sollen bei Nicht-Hörern Interesse wecken

Der Katalog von Hoerstern

Die beiden Hörbuch-Downloadportale Hoerstern.de und Audible.de gehen neue Wege und präsentieren Highlights ihres Sortiments in eigens erstellten Print-Werbemitteln.

Zum Weihnachtsgeschäft hat Hoerstern.de (gemeinsames Portal von Jumbo, Hörcompany, Igel-Records, Oetinger Audio, Beltz & Gelberg und Tessloff) seinen Weihnachtskatalog „Hören macht Spaß!“ herausgebracht, in dem ausgewählte Hörbuch- und Musik-Geschenke für Kinder und Jugendliche vorgestellt werden.

Der zwölfseitige Katalog kann auf http://www.hoerstern.de/index_weihnachtskatalog_pdf.php angesehen und auch direkt heruntergeladen werden.

Das Besondere bei jeder Produkt-Anpreisung ist die Gegenüberstellung von CD und Download, denn obwohl bei Hoerstern.de ausschließlich Downloads verkauft werden, verweist der Katalog immer auf die „echte“ Fassung, die im Buchhandel erhältlich ist: „Sie möchten lieber eine CD verschenken?“, wird auf Seite 3 gefragt. „Kein Problem, denn Sie haben die Wahl! Alle Produkte finden Sie als Audio-CD in Ihrer Buchhandlung.“

Für ein Downloadportal ist diese Art von Werbung ungewöhnlich, jedoch für den Buchhandel höchst wünschenswert: Das Potenzial, bei der Download-Zielgruppe Interesse für den stationären Handel zu wecken, ist laut einer Studie des Hörverlags groß. Nur 2 Prozent beträgt die Schnittmenge der Downloader und CD-Käufer – daher gelte es, von den übrigen 98 Prozent eine signifikante Kundenmenge zu „aktivieren“. Eines von vielen Vehikeln könnte der Weihnachtskatalog von Hoerstern.de sein.

Der Audible-Katalog

Marktführer Audible.de dagegen will mit einem eigens konzipierten Printmagazin gezielt Werbung für Hörbuch-Downloads machen. Der Start des 32-seitigen Magazins „raus …“ ist für März 2009 geplant. Der Titel soll assoziieren: raus aus dem Alltag und rein in die faszinierende Welt der Hörbücher …

„Unsere Herausforderung besteht darin, Menschen an das Thema Hörbücher zu führen, die noch nie ein Hörbuch gehört haben, andererseits aber gerne lesen“, erklärt PR-Managerin Silvia Jonas. „Deshalb haben wir uns überlegt, ein gedrucktes Hörbuchmagazin zu produzieren, das als Beileger in verschiedenen Zeitschriften verbreitet wird.“

Das Konzept sieht vor, dass das komplette Heft von den Hörern selbst geschrieben wird. Jonas verspricht: „Es gibt keine Redakteure oder Audible-Mitarbeiter, die Beiträge schreiben, sondern nur unsere Kunden können und sollen uns mit ihren Inhalten helfen, das Magazin inhaltlich zu gestalten.“

Neben User-Rezensionen sind auch Interviews geplant, die durch Fragen von Usern an Autoren und Sprecher entstehen. Geplant sei eine Erscheinungsweise zwischen 4 bis 6 Monaten. Das Magazin werde kostenlos über Audible.de erhältlich sein, außerdem in verschiedenen Partner-Magazinen und -Zeitungen beiliegen.

Das Cover der bereits produzierten Dummy-Ausgabe ist auf dieser Seite zu sehen.

rw

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