Berlin: Dittrich Verlag feierte 20-jähriges Jubiläum – mit Sektdusche des Verlegers

Am Samstagabend feierte der Dittrich Verlag in und vor den Verlagsräumen in der Göhrener Straße in Berlin Prenzlauer Berg ein rauschendes Fest zum 20-jährigen Jubiläum.

Hundert Gäste waren aus Nah und Fern angereist, darunter Autoren wie Heinz D. Heisl, Georg Meier, Erasmus Schöfer, Werner und Margret Müller, Barbara Bongartz und Christina Didszun, Verlagsvertreter, Mitarbeiter, Freunde und Förderer des Verlags.

In der benachbarten Galerie Ei unternahm Verleger Volker Dittrich (Foto) – begleitet vom Saxophonisten Fabian Czolbe – einen detaillierten Streifzug durch die Verlagsgeschichte und erzählte von Höhen und Tiefen des Verlegeralltags.

Das Publikum erfuhr unter anderem, warum es überhaupt zur Verlagsgründung kam, wie Edgar Hilsenrath den Verleger zu einer Werkausgabe überredete, wie Dittrich Erasmus Schöfer kennen lernte, dessen Tetralogie Die Kinder des Sisyfos später in seinem Verlag erschienen, wie er nach Berlin und zu seinem Kompagnon Gerrit Schoof kam, der seit 2006 mit im Boot ist.

Dittrich erzählte auch, dass er an seinem Schreibtisch in einem Ladenlokal hin und wieder durch ein Klopfen an die Fensterscheibe gestört wird und der Klopfer sich dann als potenzieller Autor zu erkennen gibt. Das sei manchmal ärgerlich, manchmal entstünden aber auch Freundschaften und sogar Bücher. Letztlich ist auch die neue Edition Balkan, mit der der Dittrich Verlag in diesem Herbst an den Start geht, auf ein Fensterklopfen zurückzuführen.

Und mit jedem Satz spürte man die Lust und Freude, mit der Dittrich die Verlegerei betreibt. Das Engagement des Verlegers betonte auch der 79-jährige Erasmus Schöfer, der aus Köln angereist war. Schöfer verglich den Verleger mit einem Formel I Fahrer und ließ die beiden Galeristinnen Ulrike Lüdicke und Gisela Blank für einen Moment zusammenzucken. Er schüttelte eine Sektflasche und bespritzte den perplexen Verleger – ganz so, wie es sich für einen Rennfahrer gehört – mit Siegersekt.

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