WBG feierte 60 Jahre mit rauschendem Fest

Verlagschef Andreas Auth zwischen WBG-Vorstand Dr. Gert Haller
und Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann

Mit rund 300 Verlagspartnern, Freunden, Mitgliedern und Mitarbeitern hat die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) in Darmstadt am 20. Juni 2009 anlässlich ihres 60jährigen Bestehens ein rauschendes Jubiläumsfest gefeiert.

Der Verlag öffnete „Haus und Hof“ für alle Gäste. Den Auftakt des Festes bildete eine Veranstaltung im Literarium, dem Ausstellungs- und Veranstaltungsraum der WBG. Dr. Gert Haller, Chef des Bundespräsidialamtes und Vorstandsvorsitzender der WBG, begrüßte alle Geladenen. Auch Walter Hoffmann, Oberbürgermeister von Darmstadt, gratulierte der WBG zu ihrem Jubiläum: „Ich bin gerne gekommen zum Gratulieren, weil die Geschichte der WBG eng mit der der Stadt Darmstadt verbunden ist.“

Andreas Auth dankt René Schlott, Historiker (links),
für das Verfassen der Verlagsgeschichte

Andreas Auth, Geschäftsführender Direktor der WBG, ließ die vergangenen 60 Jahre Firmengeschichte Revue passieren. Insbesondere in den letzten Jahren konnte sich die WBG mit ihren Tochterunternehmen Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, Philipp von Zabern Verlag, Mainz, Primus Verlag, Darmstadt, und auditorium maximum, Darmstadt, als Verlagshaus und Unternehmensgruppe profilieren und gut aufstellen.

Mit einem Programm von rund 3500 lieferbaren Büchern und Hörbüchern halte sie ein umfangreiches und inhaltlich vielschichtiges Programm für ihre Mitglieder und den Buchhandel bereit. Jährlich erscheinen ca. 250 Novitäten. „Die WBG ist stolz darauf, nach wie vor gemäß ihrer Gründungsidee bei ihren gesamten Aktivitäten nicht kommerziell ausgerichtet zu sein, sondern erwirtschaftete Gewinne gemäß ihrer Satzung in die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur reinvestieren zu können“, so Auth und ergänzte: „Mit diesem Modell sind wir einzigartig in der deutschen Verlagslandschaft und sehr erfolgreich.“

In der Darstellung Die WBG, ein Unikat der Verlagslandschaft. Eine kleine Geschichte der WBG kann nachgelesen werden, was der Historiker René Schlott in den Archiven der WBG recherchiert und gefunden hat.

Professor Dr. Christoph Bläsi, Universität Mainz, Institut für Buchwissenschaft, hielt den Festvortrag zum Jubiläum. In seinem Vortrag „Wie sich Buchgemeinschaften immer neu erfinden (können): Erfüllte, aktuelle und zukünftige „Missionen“ auf einem bewegten Markt“ stellte er nach einen kurzen historischen Ausblick auf Buchclubs in der Weimarer Republik und der Nachkriegszeit deren aktuelle Situation dar. Sein Fazit: Heute funktioniert ein Buchclub nur, wenn situations- und zielgruppengerecht ein attraktives Angebot bereit gehalten wird. Die Komponenten Angebot von besonders attraktiven günstigen zielgruppenspezifischen Produkten, guter kundenbezogener Service und Orientierungshilfe im gesamten Mediendschungel werden es auch künftig den Buchclubs angesichts der sich andeutenden tiefgreifenden Veränderungen auf dem Buchmarkt erlauben, sich mit ihren spezifischen Angeboten zu behaupten.

Nach dem „offiziellen“ Teil war auch fürs leibliche Wohl und weitere Unterhaltung gesorgt: Die Gäste konnten sich mit hessischen Köstlichkeiten stärken und an Pantomime und Live-Musik erfreuen. Auf großes Interesse stieß auch die Möglichkeit, an diesem Tag bei einer Hausführung einmal hinter die Kulissen des Verlagshauses zu schauen. Die entspannte Atmosphäre ließ viel Raum für Austausch, Gespräche und gute Laune. Und es bot sich die Gelegenheit, die WBG so auch einmal auf Tuchfühlung und von Mensch zu Mensch kennenzulernen. „Rundum ein gelungenes Fest!“, fand Pressefrau Barbara Gese am Schluss.

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