Klett und Eichborn an ÖBV interessiert

„Wie heute in Wien bekannt wird, scheint der geplante Verkauf des Österreichischen Bundesverlages (ÖBV) (siehe unsere gestrige Meldung) durch das Österreichische Finanzministerium konkrete Formen anzunehmen. (Zur ÖBV-Gruppe, bisher zu hundert Prozent im Staatsbesitz, gehören 53 Prozent des Schulbuchverlags ÖBV & HPT, die Verlage Brandstätter, Deuticke und Residenz sowie eine Buchauslieferung, ein Lehrmittelhandel, ein Antiquariat und zwei Buchhandlungen). Wie DER STANDARD berichtet, liegt dem Nationalrat ein Gesetzesentwurf zur Begutachtung vor, der die Veräußerung der Anteile des Bundes regeln soll. Die läuft am 23. Mai ab, mit dem endgültigen Verkauf sei aber frühestens gegen Ende des Jahres zu rechnen. Für den Schulbuchbereich besteht für den HPT ein Vorkaufsrecht, der sich mit Schulbuchverlag Klett und u.a. auch mit der Grazer Leykam Medien AG zusammengetan hat, um gemeinsam die restlichen ÖBV-Anteile an HTP zu erwerben.. Interesse an den Publikumsverlagen habe laut STANDARD inzwischen die Eichborn-AG geäußert, die im vergangenen Herbst bereits den Deutschland – Vertrieb für Deuticke, Residenz und Brandstätter übernommen hat. An den von Residenz gehaltenen Autoren-Rechten hat auch Jochen Jung bekundet, der nach seinem Rauswurf im Vorjahr bei Residenz inzwischen neu den Verlag Jung & Jung gegründet hat. Der Ausgang ist offen: Geht es nach HPT-Eigner Gustav Glöckler, stehen die Kaufchancen sowohl für Eichborn als auch für Jung & Jung eher schlecht. Sollten Glöckler und sein Konsortium tatsächlich alle Anteile an der ÖBV-Gruppe erwerben, wofür vieles spricht, wolle er sich bemühen, die Literaturverlage weiterhin als getrennte Einheiten „in Österreich zu halten“. „

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