Knesebeck Mehrheit an französische Verlagsgruppe La Martinière

Wie heute morgen schon als Gerücht gemeldet (eine Bestätigung konnten wir da noch nicht bekommen, da heute früh erst der Notartermin war), hat das französische Verlagshaus La Martinière (Umsatz ca. 150 Mio DM) zum 1. Juli die Mehrheit an der von dem Knesebeck GmbH übernommen.

Die beiden bisherigen Inhaber Dr. Rosemarie von dem Knesebeck und ihr Mann Herneid bleiben aber weiter am Knesebeck Verlag beteiligt und auch Geschäftsführer. Dr. Rosemarie von dem Knesebeck: „Wir haben einsehen müssen, dass wir auf Dauer unsere Basis und unser Volumen vergrößern müssen, wenn wir auch von den großen Buchhandlungen weiter ernst genommen werden wollen – für uns allein war aber auf Dauer das alleinige Risiko zu groß.“ Im Verbund mit dem ebenfalls erst 1990 gegrundeten Verlagsgruppe des früheren Hachette -Managers Hervé de La Martinière sieht die Münchner Verlegerin sehr viel mehr Synergie Effekte und Freiheiten, als ihr aus ihrer Sicht ein hiesiger Konzern geboten hätte: Zu Martiniere gehöre ja seit 1997 auch der US – Kunstverlag Harry N. Abrahams Inc, der im Bereich illustrierte Sachbücher Marktführer ist – eine internationalere Zusammenarbeit sei gerade beim Knesebeck – Programm von strategischer Bedeutung. Und umgekehrt werde ihre die genauere Kenntnis des deutschen Marktes sicher mehr Freiheiten geben, als wenn sie bei einem deutschen Konzern untergeschlüpft sei. Die Ziele sind klar: Knesebeck soll seinen Umsatz zunächst auf 7 Mio. DM verdoppeln – und der neue Mehrheitsgesellschafter Hervé de La Martinière will die Weltmarktführerschaft im Bereich hochwertiger illustrierter Sachbücher. Zuzutrauen ist ihm das: Den defizitären Verlag Harry N. Abrahams hat er schon im zweiten Jahr nach übernahme in die schwarzen Zahlen gebracht.

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