Lübbe jetzt nach Beteiligung an Baumhaus auch mit Standbein im Jugendbuchmarkt

Jetzt ist bestätigt, was seit Tagen schon durch die Branche geisterte: Stefan Lübbe

Stefan Lübbe:
„Ein Traum geht
in Erfüllung“

beteiligt sich mit seiner Verlagsgruppe am Baumhaus Verlag.

Sicherlich ist dieses Engagement eine strategisch richtige Entscheidung, die es seiner Verlagsgruppe ermöglicht, sein Rechte-Portfolio abzurunden.

Allerdings wurde das nur möglich, weil Baumhaus in den letzten Monaten ziemlich ins Schleudern gekommen geraten war, da wesentliche Umsatzausfälle zu verkraften waren. Durchgesickert war auch, dass Michael Becker, einer der beiden Geschäftsführer, schon vor Wochen als Geschäftsführer ausgeschieden war, aber wohl (wie auch Verleger Bodo Horn-Rumold) weiter Gesellschafter bleibt.

Stefan Lübbe hat die Anteile des bisherigen Gesellschafters, der Frankfurter MMG, in Höhe von 49 Prozent übernommen – möglicherweise mit dem Ziel, weitere Anteile zu übernehmen.

Baumhaus-Verleger Bodo Horn-Rumold ist froh, dass damit eine mögliche Insolvenz abgewendet wurde und die Zeichen jetzt wieder auf Wachstum stehen: Er sieht deshalb in der Partnerschaft mit Lübbe eine „ideale Verbindung“. Er baut vor allem auf die Vertriebskraft von Lübbe, um weiter wachsen zu können.

Auch für Lübbe ist das aber Teil der jetzt eingeschlagenen Wachstumsstrategie, der sich mit der Marke Baumhaus auch Rechte für seine diversen Verwertungskanäle bis hin zum Audio-Programm sichert.

In den letzten Jahren hat Baumhaus vor allem mit erfolgreichen Buchreihen wie „Lauras Stern“ von Klaus Baumgart, „Die wilden Fußballkerle“ von Joachim Masannek und Jan Birck, der Mädchenbuchserie „Kaya – frei und stark“ von Gaby Hauptmann, der intermedialen Krimireihe „Cathy’s Book“ von Sean Stewart und Jordan Weisman, den „Greg“-Comicromanen von Jeff Kinney und der Fantasy-Trilogie „Die schwarze Armee“ von Santiago García-Clairac Punkte gemacht. Etliche Serien entstanden in Kooperation mit Filmproduzenten und öffentlich-rechtlichen Sendern.

Und Thomas Schierack, Lübbes kaufmännischer Geschäftsführer, der die Verhandlungen mit Baumhaus geführt hat, kommentiert: „Baumhaus ist die ideale Ergänzung unseres Portfolios. Mit Programmen für erwachsene Leser gehören wir schon zur Spitzengruppe auf dem Buchmarkt, jetzt können wir vielfältige Synergien nutzen, um neue Leserschichten zu erreichen, wobei die Programmhoheit von Baumhaus selbstverständlich in Frankfurt bleibt.“

Und Verleger Stefan Lübbe sieht sein Engagement bei Baumhaus als wesentliche Bereicherung seines publizistischen Spektrums: „Endlich geht für mich der lang gehegte Traum in Erfüllung, auch Kinder- und Jugendbücher zu verlegen! Baumhaus ist ein Verlag, den ich seit langem bewundere; diese Beteiligung eröffnet uns auf dem Buchmarkt ganz neue Perspektiven, und obendrein hat Baumhaus beachtliche Erfahrungen im Bereich multimedialer Angebote und Kooperationen, davon können gewiss auch wir erheblich profitieren.“

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