Lutherisches Verlagshaus schließt

Wie heute die Hannoversche Allgemeine meldet, schließt das seit 1947 bestehende Lutherische Verlagshaus zum Jahresende Kernbereiche seines Geschäftes. Ausschlaggebend dafür seien sechstellige Verluste im Buchgeschäft, die von der Evangelischen Landeskirche nicht länger getragen werden.

Betroffen sind Buchverlag, Onlinehandel, Marketing und Service. Damit muss nun die Hälfte der 40 Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz bangen. Den Mitarbeitern überbrachte die Nachricht Arend de Vries, Vizepräsident des Landeskirchenamtes, letzten Dienstag. Bis Ende Juni sollen Geschäftsführung und Betriebsrat über einen Sozialplan verhandeln. Sprecher Johann Neukirch sagt: „Wir versuchen, so viele Mitarbeiter wie möglich woanders unterzubringen.“ Mögliche Bereiche seien beispielsweise das Haus kirchlicher Dienste und das Evangelische MedienServiceZentrum. Dennoch müsse mit Jobverlusten gerechnet werden.

Die hohen Verluste sind nach Einschätzung des Verlagschefs Christopf Vetter auf Umsatzrückgänge im Buchhandel, dem Verlust von Großaufträgen und dem Verlust von Abonnenten der Evangelischen Zeitung zurück zu führen.

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