Die „Buchzeitung“ – mit Satire und Ironie ans Publikum

Werbemittel auch für den Buchhandel

In diesen Tagen erscheint Das total gefälschte Geheim-Tagebuch vom Mann von Frau Merkel bei FISCHER Scherz. Dafür haben sich die Frankfurter auch eine satirische Buchzeitung einfallen lassen, die auch als Werbemittel für den Buchhandel gedacht ist, zumal auch andere humorvolle Sachbücher und Romane angepriesen werden – Anlass für Fragen an Indra Heinz (Foto), der zuständigen Marketing-Managerin].

Fischer-Promotoren wollen das Satire-Blatt am Buchmessen-Samstag in Leipzig in roten Overalls vor und um die Messe und auch am 1. April vor dem Bundestag verteilen.

Wer die anonymen Autoren der Satire sind, will im Frankfurter Verlag niemand verraten, aber es handelt sich offenbar um sehr bekannte Comedy-Schreiber. Verraten wird nur, dass die „Buchzeitung“ in einer Auflage von 120.000 Exemplaren gedruckt wird und auch an den Buchhandel geht.

Wie kamen Sie auf die Idee, ausgerechnet eine Boulevard-Zeitung für Buchleser zu machen?

Indra Heinz mit Buchzeitung

Die Idee entstand allmählich während unserer Kampagnenplanung für das „Geheim-Tagebuch vom Mann von Frau Merkel“ – da lag der satirische Weg nah. Aber wir, Marketing-Leute und das Lektorat, merkten auch, dass eine so ironische und selbstironische Herangehensweise über diesen Titel hinaus eine interessante Möglichkeit ist, an den Teil des Publikums heranzutreten, der weniger die Feuilletons liest, sondern sich auf andere Weise informiert. Und so kam eine Idee zur anderen. Entstanden ist viel mehr als ein Werbemittel – eine Plattform für die intelligente Unterhaltung in unserem Haus. Also nicht nur für ein Buch, sondern für mehrere gleichzeitig, für Sachbücher wie Belletristik.

Wie funktioniert die „Buchzeitung“?

Ganz nach dem Prinzip einer Boulevardzeitung – die Themen werden spektakulär angerissen, und dann geht es auf der Folgeseite weiter. Leicht soll es sein, witzig, aber ohne Gemeinheit. Die Leser sollen nicht in die Irre geführt werden, im Gegenteil: Mit dieser ironischen Darstellung ist man sehr schnell, sehr direkt im Sound der Bücher, in Story und Stil.

Wie wird die „Buchzeitung“ an Leserin und Leser gebracht – ist das „virales Marketing“?

Wir gehen mehrfach vor: Die „Buchzeitung“ wird teils über den Buchhandel bezogen und ans Publikum gebracht, teils auch mit überraschenden Aktionen auf der Leipziger Buchmesse und vor dem Berliner Reichstag, letzteres am 1. April – ich bin sicher, wir werden sehr sichtbar sein! Die Resonanz aus dem Buchhandel ist übrigens schon jetzt hervorragend. Parallel sind wir auch im Netz: Man findet die Buchzeitung unter http://www.buchzeitung.de/ und bei Facebook unter https://www.facebook.com/#!/Buchzeitung?fref=ts.

Sind weitere Buchzeitungen geplant?

Wir sind dabei, schon die nächste Ausgabe zu entwickeln. Wir müssen sehen, wie das Publikum reagiert und wie wirksam das neue Mittel ist. Aber wie gesagt, der Start ist sehr vielversprechend, so dass wir recht sicher sind: Die „Buchzeitung“ wird keine Eintagsfliege sein.

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