Lübbe künftig zweimal im Jahr mit Unternehmensmagazin „Pages“

Immer mehr Verlage scheinen zu spüren, dass es zwischen Vorschau und Vertretergespräch noch mehr „soziale“ Kontakte zwischen

Petra Jöllenbeck, Mathias Siebel:
So geht Social Media in Print

Verlag und (allen) seinen Geschäftspartnern (Buchhändler, Presse, Agenten/Autoren, Lizenzgebende Verlage) geben muss – sichtlich mag man sich auf die Berichterstattung in der Fachpresse allein nicht mehr verlassen, wenn es darum geht, ein Bild vom Unternehmen, seinen Menschen und seinen Zielen zu zeichnen.

Edel hat das mit Prego begonnen, Diogenes hat schon elfmal sein D- Diogenes Magazin gebracht; einen ganz neuen Weg geht jetzt Bastei Lübbe mit seinem in diesen Tagen verschickten Unternehmensmagazin Pages, die laut Marketing-Chef Mathias Siebel auf „unterhaltsame (aber nicht verkäuferische!!!) Weise“ über Neuerscheinungen, Entwicklungen und Pläne informieren soll.

Und es soll „das Image von Bastei Lübbe als Familienunternehmen schärfen, dem letzten familiengeführten Verlag in dieser Größenordnung ein Gesicht geben“ – aber auch neugierig machen, was in Köln bei Lübbe so alles im köchelt.

Siebel: „Nicht der Verkauf der Titel (wie in den Vorschauen) steht im Vordergrund. Wir wollen das Interesse wecken und unterhalten: Wer sind die Menschen hinter den Büchern? Was inspiriert und motiviert den Autor? Wie sieht eigentlich der Verlagsalltag aus?“

Die Projektleitung für das Magazin im A4 Überformat (23,5 x 33 cm) hatte Petra Jöllenbeck, die sich dafür auch den früheren Zweitausendeins-Cheftexter Ralf Kessenich [mehr…] ins Boot geholt hat. Künftig soll das Magazin zweimal jährlich in einer Auflage von rund 8.500 Exemplaren verschickt werden, bevor „die Vorschauflut den Handel überrollt“, wie Siebel sagt.

Wenn das Ziel war, mit Pages auf „kreative und schöne Art Inhalte zu vermitteln“ (das hat der Verlag durchgehalten, was sicher nicht einfach war: man findet keine Preise, keine ISBN-Nummern, keine Vermarktungsinfo), so darf man das als gelungen bezeichnen – und man darf vermuten dass „Pages“ Nachahmer finden wird: Print, das beweist das opulent gemachte Magazin, ist lebendiger den eh und je – und wohl nachhaltiger als vieles, was im Netzt versendet wird. Und die Kernzielgruppe „BuchhändlerInnen“ lohnt es allemal, sie auf allen Wegen zu begeistern – es ist sicher lohnender als viele Social Media Aktivitäten, deren Effekt oft zweifelhaft bleibt.

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