Medien heute über RandomHouse/UHL

Nachdem BuchMarkt gestern um 14.22 Uhr exklusiv vermelden konnte, dass man in Gütersloh an Not-Lösungen im Streit um die Übernahme der Springer-Buchverlage durch RandomHouse arbeitet [mehr…], bringen heute alle großen Zeitungen zumindest die nackte Meldung (sh. etwa FTD lks.), in der Bertelsmann-Sprecher Tim Arnold zitiert wird. An substantiellen Kommentaren ist bisher indes kaum etwas zu finden, auch wenn ein Vorstoß in dieser Form durchaus als Möglichkeit im Raum stand (sh. auch das aktuelle BuchMarkt-Heft S. 36), scheint die konkrete Meldung doch überraschend gekommen zu sein.

Gut infomiert und scharfzüngig erweist sich Hannes Hintermeier in der FAZ: „Um einer totalen Blamage zu entgehen, mußte schon deshalb etwas geschehen, weil die Führung von Random House insgesamt in der Klemme steckt. Allein auf dem amerikanischen Markt hat das Unternehmen im ersten Quartal einundzwanzig Prozent weniger Umsatz als im Vergleichsquartal des Vorjahres gemacht. Für den Vorstandsvorsitzenden Peter Olson, der aufgrund seiner Personalausholzung zu einer veritablen Haßfigur der New Yorker Szene avanciert ist, keine allzu guten Auspizien. Um so wichtiger, daß er auf dem bedeutenden deutschen Buchmarkt mit der Fusion nicht baden geht. Der Druck aus der Gütersloher Zentrale auf die ohnehin im Vergleich zu anderen Konzernteilen renditeschwache Buchsparte dürfte sich in den vergangenen Monaten nicht verringert haben. Daß Random House Deutschland, munitioniert mit einem mehr als vollmundigen Gutachten des Stuttgarter Kartelljuristen Möschel, freilich derart scharfes Geschütz gegen das Bundeskartellamt auffuhr, ist in Gütersloh mit wenig Amüsement zur Kenntnis genommen worden“ schreibt er und verweist auf die Möglichkeit, dass die von Random House nun nicht mehr „gewollten“ Verlage vielleicht bei Hachette oder Bonnier auf Interesse gestoßen sein könnten.

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