Oldenbourg erwirbt die Verlagsrechte an Stowasser und Gemoll

Bereits seit 1991 vertreibt der Oldenbourg Schulbuchverlag die beiden „Wörterbuch-Klassiker“ Stowasser Lateinisch-Deutsches Schulwörterbuch und Gemoll Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. Zum 1. September hat Oldenbourg auch die Verlagsrechte von der HPT Medien AG, Zug/CH übernommen.

DerStowasser und der Gemoll gelten als Standardwerke für Schule und Studium. Der Stowasser blickt auf eine über 100-jährige Editionsgeschichte zurück. Die erste Auflage erschien 1894 im Verlag Tempsky & Freytag in Wien, Prag und Leipzig. Verfasser und Namensgeber war der Gymnasiallehrer und Altphilologe Joseph Maria Stowasser (1854-1910). 100 Jahre später machte sein Nachfahre Friedensreich Hundertwasser (1928-2000), mit einer neuen Covergestaltung für die Neubearbeitung 1994 Furore. Mit 100 verschiedenen Umschlagvarianten gelang es ihm, dem Stowasser das heutige unverwechselbare Erscheinungsbild zu verleihen, das über den Rahmen der Schulwelt hinaus für Aufsehen sorgte.

Das „Griechisch-deutsche Schul- und Handwörterbuch“ von Wilhelm Gemoll (1850-1934) erschien erstmals 1908. Im Herbst 2006 erscheint „Gemoll“ als vollständige Neubearbeitung in 10. Auflage. Wortbedeutungen wurden aktualisiert, Übersetzungen modernisiert und etymologische Hinweise überarbeitet; zahlreiche praktische Neuerungen erleichtern das Nachschlagen.

Die Marktanteile beider Wörterbücher wurden in den letzten Jahren stetig ausgebaut. Mit dem Kauf der Verlagsrechte will der Oldenbourg Schulbuchverlag seine Position im Segment des altsprachlichen Unterrichts stärken. Wolfgang Dick, Verleger: „Der Kauf ist für uns ein wichtiger Meilenstein. Die in Kürze erscheinende Neuausgabe des Gemoll wird der nächste, aber nicht der letzte sein. Weitere Innovationen werden folgen. Unser Ziel ist die Marktführerschaft in diesem Segment.“

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