Rafael Seligmann stellte in Berlin seine Autobiografie vor

Im Haus der Commerzbank am Pariser Platz stellte Rafael Seligmann (Foto, mit Maybrit Illner) heute Mittag vor der Berliner Presse seine Autobiografie Deutschland wird dir gefallen vor, die jetzt im Aufbau Verlag erschienen ist.

Es war Michel Friedman, der Seligmann dazu bewegte, seine Memoiren zu schreiben. „Im Aufbau Verlag fühle ich mich sehr gut aufgehoben“, sagte der Autor, der 1947 als Sohn deutscher Juden in Tel Aviv geboren wurde. Viel Lob hatte er auch für seine „unerbittlich präzise und anregende“ Lektorin Maria Matschuk.

„Deutschland wird dir gefallen“, hatte der Vater zu seinem damals 10-jährigen Sohn gesagt, als die Familie vor 53 Jahren Israel Richtung München verließ. Doch leicht hatte Seligmann es anfangs nicht, denn plötzlich war er Analphabet. Er beherrschte zwar die deutsche Sprache, doch er konnte sie weder lesen noch schreiben.

Heute hat sich Seligmann einen einzigartigen Ruf als Publizist, Journalist und Romancier erarbeitet. Seine Bücher sind oft provokant, manchmal schonungslos. Es sei die Liebe zur Sprache und zu den Menschen gewesen, dass er seine Heimat in Deutschland gefunden habe, so Seligmann. Obwohl er Israel gerne mag, passe er nicht in diese Militärgesellschaft.

Im Gespräch mit Maybrit Illner erzählte Seligmann ebenso offen wie klug von den Beziehungen zwischen Israel und Deutschland, von Geschichte und Politik, seiner Liebe zu Deutschland und zu den Frauen, seinem Vater, seiner Mutter und seinen Kindern und er machte so neugierig auf seine Autobiografie. „Ein Pageturner“, so Maybrit Illner.

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