Schroedel streicht 100 Jobs

Was in Mitarbeiterkreisen des Schroedel-Verlages bereits seit Wochen vermutet wurde, ist nun Gewissheit: Wie die Hannoversche Allgemeine heute meldet, wird der Westermann-Verlag, der Schroedel im vergangenen Jahr gekauft hat, wird rund 100 Stellen abbauen und den gesamten Schulbuchverlag an seinen nach Braunschweig verlagern.

Über die Details wurden die rund 200 Mitarbeiter am Montag während einer Betriebsversammlung informiert: Danach werden im Schulbuchverlag 24 der 110 Stellen gestrichen, bei den zentralen Dienstleistungen 47 von 57 Stellen.

Weitere 16 Kündigungen wird es bei der Schroedel-Tochter Bildungsmedien Service (BMS) geben, die allerdings künftig den Vertrieb für Westermann übernehmen wird. Bei der geschlossenen Online-Tochter Education One hatte es zuletzt bereits 13 Kündigungen gegeben. Beim Frankfurter Diesterweg-Verlag, der auch zur Schroedel-Dachmarke „Das Bildungshaus” gehört, werden auch rund 30 Stellen gestrichen. Allerdings soll es dort auch zeitlich befristete Telearbeitsmöglichkeiten geben. Bei Westermann selbst stehen nach Angaben des Braunschweiger Betriebsrates mehr als 70 Stellen zur Disposition, vor allem im Vertrieb.

„Die Verhandlungen sind fair verlaufen”, sagte Schroedel-Betriebsratschef Friedrich Branscheid der Hannoverschen Allgemeinen. Er hat den Sozialplan mit Westermann-Chef Hans-Dieter Möller ausgehandelt. Der Umzug soll im kommenden Monat mit BMS beginnen und im August und September mit den anderen Verlagsteilen abgeschlossen werden.

Westermann gehört zur Medien-Union Ludwigshafen des Verlegers Dieter Schaub, die zuletzt beim Süddeutschen Verlag eingestiegen ist, in dem die „Süddeutsche Zeitung” erscheint.

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