Mosse: Wiederbelebung eines großen Namens

„Augenblicke“ ist der erste Titel aus dem Verlag Jüdische Presse, der unter dem Label Mosse erscheint. Der Bildband von Dirk Vogel und Naomi Bodemann-Ostow porträtiert 78 Jüdinnen und Juden in Deutschland, junge und alte Menschen, neu eingewanderte und alteingesessene, weniger bekannte und prominente wie Marcel Reich-Ranicki, Stefanie Zweig und Wladimir Kaminer.

Zuvor hatte die Jüdische Presse, der Verlag der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“, drei Jahre lang Bücher unter dem wenig bekannten Namen Jewish Culture Edition verlegt. Mit Mosse will Verlagsleiter Elmar Balster nun den großen Namen des Verlegers Rudolf Mosse wieder beleben, nachdem die Jüdische Presse mit dem Umzug an den Hausvogteiplatz in Berlin Mitte auch räumlich in die unmittelbare Nachbarschaft des alten Berliner Zeitungsviertels gerückt ist. Zunächst kommt der Mosse Verlag jährlich mit zwei bis drei belletristischen Titeln und Sachbüchern auf den Markt. Die Arbeit am nächsten Projekt läuft bereits. Im Frühjahr soll ein historischer Roman von Ruth Weiß erscheinen. „Der Judenweg“ erzählt vom Schicksal eines jungen Mannes, Sohn eines Schächters, der nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges zum Hoffaktor wird.

Margit Lesemann

Kontakt: Mosse Verlag, Jerusalemer Straße 12, 10117 Berlin, Tel.: 030/499888-80, Fax: -88, E-Mail: verlag@mosse.de

BuchMarkt 1/2004

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